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Impfallianz setzt auf künftigen Ebola-Impfstoff von Merck Sharp & Dohme


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Impfallianz setzt auf künftigen Ebola-Impfstoff von Merck Sharp & Dohme

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Die Nonprofit-Impfallianz Gavi (global alliance for vaccines and immunization/Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung) hat sich zu 4,6 Millionen Euro Vorauszahlung verpflichtet, um einen Ebola-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Merck Sharp & Dohme zu kaufen. Er soll gegen künftige Ausbrüche des tödlichen Virus schützen. Die Vereinbarung soll laut Gavi dazu beitragen, den experimentellen Ebola-Impfstoff bei Merck Sharp & Dohme durch die späte Phase der klinischen Studien zu bringen, durch die Phase der Lizenzierung und dann durch die Vorqualifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Erste Ergebnisse einer klinischen Studie in Guinea an rund 4.000 Menschen, die in engem Kontakt mit einem bestätigten Ebola Fall gewesen waren, zeigten einen vollständigen Schutz nach 10 Tagen.

Einmal zugelassen, wäre Merck Sharp & Dohmes sogenannter VSV-EBOV Impfstoff einer der weltweit ersten lizenzierten Ebola-Impfstoffe. Der Deal wurde auf der Basis abgeschlossen, dass der Lizenzantrag für den Impfstoff bis Ende 2017 eingereicht wird. Merck Sharp & Dohme stellt als Teil der Vereinbarung ab Mai 2016 300.000 Dosen des Impfstoffs zur Verfügung, für den erweiterten Einsatz in klinischen Studien oder den Notfall, während die Entwicklungsarbeit weitergeht.

Das gemeinsame Ziel der Impfallianz: 7,5 Milliarden US-Dollar aufzubringen, um bis 2020 rund 300 Millionen Kinder zu impfen – und damit 5 bis 6 Millionen Leben zu retten.

Bei einer großen Epidemie hatten sich ab 2014 in drei westafrikanischen Ländern mehr als 28.600 Menschen angesteckt, 11.300 waren daran gestorben.

“42 Tage ohne neuen Ebola-Fall” in den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone, hatte die WHO in der vergangenen Woche verkündet. Kurz darauf starb wieder ein Mensch in Sierra Leone an Ebola.

“Das Leiden in der Ebola-Krise war ein Weckruf für viele in der globalen Gesundheitsgemeinschaft”, sagte Gavi-Chef Seth Berkley.

Sigrid Ulrich mit Reuters

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