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In Kairo getöteter Italiener doch gefoltert?

Im Fall des in Ägypten getöteten Studenten Giulio Regeni berichten Zeitungen in den USA und Großbritannien über eine mögliche Verwicklung ägyptischer

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In Kairo getöteter Italiener doch gefoltert?

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Im Fall des in Ägypten getöteten Studenten Giulio Regeni berichten Zeitungen in den USA und Großbritannien über eine mögliche Verwicklung ägyptischer Sicherheitskräfte. Demnach wollen Augenzeugen am Tag seines Verschwindens gesehen haben, wie der Doktorand von mutmaßlichen Geheimdienstmitarbeitern abgeführt wurde. Dies belege auch mindestens ein bislang unveröffentlichtes Überwachungsvideo.

Die ägyptische Regierung hatte Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die Geheimdienste des Landes in Regenis Tod verwickelt sein könnten. Sein Leichnam hatte Spuren von Misshandlungen aufgewiesen, die mutmaßlich auf Polizeigewalt hindeuteten.

Laut den jüngsten Berichten wurden die endgültigen Ergebnisse der Autopsie am Samstag der zuständigen Strafverfolgungsbehörde in Kairo übermittelt. In dem Report soll von sieben Rippenbrüchen, einer Gehirnblutung und Hinweisen auf einen Stromschlag die Rede sein.

Regeni wurde am vergangenen Freitag in seinem norditalienischen Heimatort Fiumicello beerdigt. Seine Leiche war neun Tage nach seinem Verschwinden am 3. Februar in einem Vorort von Kairo entdeckt worden.

Regeni war Doktorand an der Universität Cambridge. Auch dort wurde um den 28-jährigen Italiener getrauert