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Spanien: Volkspartei-Regionalchefin tritt wegen Korruptionsskandal zurück

Seit Monaten wird die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Spanien von Skandalen erschüttert, jetzt hat die spanische

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Spanien: Volkspartei-Regionalchefin tritt wegen Korruptionsskandal zurück

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Seit Monaten wird die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Spanien von Skandalen erschüttert, jetzt hat die spanische Ex-Ministerin Esperanza Aguirre ihren Rücktritt als Parteichefin in der Region Madrid erklärt. Die 64-Jährige gilt als eine der einflussreichsten Figuren der Partei und als Gegenspielerin Rajoys.

Sie selbst sei in keine Affäre verwickelt und habe keine Schmiergelder kassiert, betonte Aguirre: “Für die finanzielle Verwaltung waren andere zuständig. Ich habe nie das Konto verwaltet oder einen Vertrag unterzeichnet, ich habe keine Kreditkarte, nichts. Ich habe keine direkte Verantwortung für die Dinge, die derzeit herauskommen. Aber ich übernehme hiermit meine politische Verwantwortung.”

Sich selbst wirft Aguirre nur vor, nicht wachsam genug gewesen zu sein. Der frühere PP-Generalsekretär der Hauptstadtregion, Francisco Granados, sitzt seit über einem Jahr wegen Korruptionsverdachts in Untersuchungshaft. Aguirre hatte ihn zu ihrer rechten Hand gemacht und zum Innen- und Justizminister der Region ernannt.

Die Justiz ermittelt gegen die PP in Madrid wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung, auch in Valencia gibt es Ermittlungen. Die Skandale der PP trugen mit zum Verlust ihrer absoluten Mehrheit bei den vergangenen Parlamentswahlen bei. Inzwischen sind die Sozialisten mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Versuche Rajoys waren zuvor gescheitert.