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Syrien: Türkei beschießt Stellungen von YPG-Verbündeten nördlich von Aleppo

Die Türkei hat am zweiten Tag in Folge neue kurdische Positionen im Norden von Syrien beschossen. Verschiedene mit den kurdischen YPG verbündete

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Syrien: Türkei beschießt Stellungen von YPG-Verbündeten nördlich von Aleppo

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Die Türkei hat am zweiten Tag in Folge neue kurdische Positionen im Norden von Syrien beschossen. Verschiedene mit den kurdischen YPG verbündete Milizen waren zuletzt in einen von moderaten Rebellen gehaltenen Korridor zwischen Aleppo und der türkischen Grenze vorgedrungen. Sie kontrollieren dort nun die Kleinstadt Azaz und das Flugfeld Menagh.

Ankara betrachtet die YPG-Kräfte als Verbündete der kurdischen Arbeiterpartei PKK und möchte verhindern, dass sie die Kontrolle über den Korridor erlangen. Kurdische Einheiten kontrollieren in der Region einen Großteil des Gebietes entlang der türkischen Grenze. Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu forderte sie auf, sich wieder aus den neuen Stellungen zurück zu ziehen. Man betrachte die Kurden-Einheiten als Bedrohung und habe das auch US-Vizepräsident Joe Biden so vermittelt, so Davutoğlu.

“Es gab Gegenschläge, im Einklang mit unseren Einsatzregeln, gegen Kräfte, die in Azaz und Umgebung eine Bedrohung darstellten”, so Davutoğlu. “Wir haben schon zuvor allen Seiten klar gemacht, dass die Türkei bei jedem Angriff gegen ihr Territorium zurückschlagen wird.”

Die kurdische Einheiten kooperieren mit den USA im Kampf gegen ISIL. Aber auch andere Rebellenmilizen betrachten die kurdischen Kräfte, eigenen Aussagen nach, als Gegner und faktische Verbündete des Assad-Regimes. Die syrische Armee versucht den Korridor ebenfalls zu schließen.