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OECD blickt deutlich skeptischer auf die Weltwirtschaft

Die globale Konjunktur dürfte laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in diesem Jahr nur noch 3,0 Prozent zulegen

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OECD blickt deutlich skeptischer auf die Weltwirtschaft

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Die globale Konjunktur dürfte laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in diesem Jahr nur noch 3,0 Prozent zulegen und im nächsten Jahr 3,3 Prozent. Noch im November hatte OECD für 2016 3,3 Prozent Plus veranschlagt und für 2017 3,6 Prozent.

Meinung

Staatsausgaben für Qualitäts-Projekte und mehr Ehrgeiz in der Strukturpolitik würden das globale Wachstum steigern und die Finanzrisiken reduzieren

Catherine Mann, OECD-Chefökonomin :

“Staatsausgaben für Qualitäts-Projekte und mehr Ehrgeiz in der Strukturpolitik, die Synergien im privaten Sektor hervorbrächte würden das globale BIP-Wachstum steigern und die Finanz-Risiken reduzieren”

Den USA prognostiziert die OECD in diesem Jahr 2,0 Prozent Wachstum. 2017 dürften es 2,2 Prozent werden – jeweils weniger als noch im November erwartet.

Auch für den gesamten Euro-Raum ist die OECD pessimistischer. Der positive Effekt des geringen Ölpreises sei schwächer ausgefallen als erwartet. Auch die niedrigen Zinsen und der schwache Euro hätten die Investitionen noch nicht spürbar angekurbelt. Die Wirtschaft im Währungsraum dürfte der Organisation zufolge 2016 um 1,4 (bisher:1,8) Prozent zulegen und im nächsten Jahr noch einmal um 1,7 (1,9) Prozent.

Der deutschen Wirtschaft traut sie 2015 nur noch 1,3 (bisher: 1,8) Prozent Wachstum zu, das sich im nächsten Jahr auf 1,7 (2,0) Prozent erhöhten dürfte. Die OECD bezieht sich in ihrer Prognose auf das Bruttoinlandsprodukt, das um die unterschiedliche Zahl der Arbeitstage bereinigt ist. In dieser Rechnung war die deutsche Wirtschaft 2015 um 1,4 Prozent gewachsen. Unbereinigt hatte es mit 1,7 Prozent das größte Plus seit 2011 gegeben.

Trübe Aussichten sagen die Ökonomen vor allem Brasilien voraus. Die größte Volkswirtschaft Südamerikas werde auch im laufenden Jahr rund vier Prozent schrumpfen und damit tief in der Rezession steckenbleiben. Bisher hatte die OECD nur ein Minus von 1,2 Prozent erwartet. Erst im kommenden Jahr werde das Schwellenland sich wieder etwas berappeln, aber das Bruttoinlandsprodukt werde 2017 höchstens stagnieren.

su mit Reuters