Eilmeldung

Eilmeldung

Emine Erdogan zum Leben im Harem - wütende Proteste in sozialen Medien

Die Ehefrau des türkischen Staatspräsidenten, Emine Erdogan, hat mit Äußerungen über den Harem für Diskussionen in ihrem Heimatland gesorgt

Sie lesen gerade:

Emine Erdogan zum Leben im Harem - wütende Proteste in sozialen Medien

Schriftgrösse Aa Aa

Die Ehefrau des türkischen Staatspräsidenten, Emine Erdogan, hat mit Äußerungen über den Harem für Diskussionen in ihrem Heimatland gesorgt. Orientalisten hätten ein negatives Bild von orientalischen Frauen erzeugt, erklärte sie. Der Harem sei eine “Ausbildungsstätte” gewesen, “in der sich Frauen auf das Leben vorbereiteten.”

Die First Lady erntete für ihre Äußerungen zahlreiche wütende Kommentare in den sozialen Medien. Im Harem lebten früher die Haupt- und Nebenfrauen des Familienoberhaupts. Ihr Leben war strengen Regeln unterworfen.Sie erhielten Unterricht in Musik und Literatur – all das, um ihren Mann zu unterhalten. Einige mussten auch sexuelle Dienste leisten. Im Topkapi-Palast in Istanbul gab es mehrere Hundert Haremsgemächer.

Am 8. März waren in der Türkei landesweit zahlreiche Frauen auf die Straßen gegangen, um gegen Gewalt gegen Frauen und für Gleichberechtigung zu demonstrieren. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Internationalen Frauentag für Kritik gesorgt, als er erklärte, er sehe Frauen in erster Linie als Mütter. Er hatte in der Vergangenheit mit ähnlichen Äußerungen immer wieder für Diskussionen gesorgt.