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Super Tuesday II: "Trump nicht zu stoppen, höchstens zu bremsen"


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Super Tuesday II: "Trump nicht zu stoppen, höchstens zu bremsen"

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Mit starken Siegen in US-Schlüsselstaaten haben Hillary Clinton und Donald Trump am zweiten Super Tuesday große Schritte in Richtung Präsidentschaftskandidatur gemacht. Clinton holte bei den Demokraten mindestens vier von fünf Staaten, Trump bei den Republikanern mindestens drei von fünf.

Chris Cummins
euronews Lyon:

“Aus Palm Beach in Florida ist uns nun euronews-Washington-Korrespondent Stefan Grobe zugeschaltet. Es war eine erfolgreiche Nacht für Donald Trump, aber die Niederlage in Ohio lässt Raum für Überraschungen.”

Stefan Grobe
euronews US-Korrespondent

“Absolut, Chris. Was die Amerikaner an diesem zweiten Super Tuesday gelernt haben, ist, dass Donald Trump nicht von ihnen zu stoppen, sondern höchstens zu bremsen ist. Sie haben recht, Donald Trump hat Ohio verloren und das war ein großer Erfolg für die Anti-Trump-Kräfte. Sie sind aber nicht stark genug, um eine Nominierung von Donald Trump durch die Republikaner zu verhindern.

Jeder hier glaubt, das alles auf eine sogenannte Brokered Convention, eine Verhandlungslösung, hinausläuft. Denn Trump könnte vor dem Nominierungsparteitag in Cleveland zwar die meisten Delegierten für sich gewinnen, nicht aber die erforderliche Mehrheit erreichen. Dann wäre großer Raum für Spekulationen
, oder für einen bislang noch nicht bekannten Bewerber. Heute wurde der Name von Paul Ryan ins Spiel gebracht, dem Sprecher des Repräsentantenhauses. Ryan hat erstmals nicht ausdrücklich ausgeschlossen, gegen Donald Trump antreten zu wollen. Das sind aber reine Spekulationen. Ich nehme an, dass schlussendlich Donald Trump von den Republikanern nominiert wird.”

Chris Cummins:

“Ist es überschaubarer bei den Demokraten und Hillary Clinton?”

Stefan Grobe:

“Ja. Hillary Clinton hat an diesem Super Tuesday offensichtlich für klare Verhältnisse gesorgt. Bernie Sanders kann ihr praktisch nicht mehr die Nominierung streitig machen. Obwohl er heute nacht verkündete, bis zum Nominierungsparteitag in Philadelphia weiterzukämpfen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Sanders aber die Zeit und auch die Staaten weglaufen. Es gibt kaum noch bedeutende Staaten, in denen Sanders groß auftrumpfen könnte. Vorwahlen gibt es etwa noch in New York, Pennsylvania oder Kalifornien. Aber in diesen Staaten liegt Hillary Clinton in Front.

Dass Sanders dennoch am Ball bleiben will, macht ihn momentan zum besten Freund der Republikanischen Partei. Denn Sanders verbraucht Ressourcen, die wohl besser im künftigen Präsidentschaftswahlkampf aufgehoben wären – dann wahrscheinlich gegen Donald Trump.”

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