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Räumung in Idomeni geht nur langsam voran

An der griechisch-mazedonischen Grenze geht die geplante Räumung des dort entstandenen Flüchtlingslagers nur schleppend voran. Rund 11.000 Menschen

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Räumung in Idomeni geht nur langsam voran

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An der griechisch-mazedonischen Grenze geht die geplante Räumung des dort entstandenen Flüchtlingslagers nur schleppend voran. Rund 11.000 Menschen leben nach Behördenangaben derzeit in Idomeni.

Nur einige Hundert Flüchlinge und Migranten haben eingewilligt, per Bus in offizielle Lager gebracht zu werden. Die griechische Regierung setzt bei der Räumung auf die Kooperation der Menschen. Sie soll so friedlich wie möglich ablaufen. 20 Busse wurden am Freitag zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt, 11 haben das Lager bisher verlassen.

Vor allem Familien mit Kindern ertragen die schlechten Bedingungen nicht mehr. Dazu gehört Qazem aus Syrien: “Es ist kalt hier. Ich habe sieben Kinder bei mir, was soll ich mit ihnen machen? Wir wollen in ein neues Lager gehen. Sie sagen, dort sei es besser für Kinder. Es soll beheizt sein und Badezimmer haben.”

Allerdings will ein Großteil der Menschen weiter an der Grenze ausharren, in der Hoffnung, dass sie bald geöffnet wird. Am Samstagnachmittag bildete sich ein Protest gegen die geplante Räumung des Lagers. Ende Januar hatte die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien die Grenze und damit den Flüchtlingsroute Richtung Nord- und Mitteleuropa geschlossen.

Ab Montag will die griechische Regierung mehr Druck auf die Flüchtlinge ausüben, damit sie das Camp verlassen.

Der Zustrom von Migranten und Flüchtlingen aus der Türkei nach Griechenland nimmt derweil weiter ab. Auf der griechischen Insel Lesbos haben rund 150 Menschenrechtsaktivisten gegen das EU-Türkei-Abkommen protestiert. Der Flüchtlingspakt sieht vor, alle Menschen, die nach dem 20. März illegal nach aus der Türkei nach Griechenland gelangen, zurückzuschicken. Rund 3.000 Flüchtlinge könnten davon bislang betroffen sein. Allerdings steht ihnen vor der Abschiebung eine Einzelfallprüfung in den sogenannten Hotspots zu.