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Heißes Wahlkampfthema in Spanien: Stundenlange Siesta oder lieber abends frei?

Spaniens geschäftsführender Ministerpräsident Mariano Rajoy hat ein Reizthema für den nächsten Wahlkampf gefunden: den Mittagsschlaf. Der

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Heißes Wahlkampfthema in Spanien: Stundenlange Siesta oder lieber abends frei?

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Spaniens geschäftsführender Ministerpräsident Mariano Rajoy hat ein Reizthema für den nächsten Wahlkampf gefunden: den Mittagsschlaf. Der konservative Politiker stellte ein allgemeines Ende des Arbeitstages um 18 Uhr in Aussicht. Mit Blick auf mögliche Neuwahlen im Juni versprach er, den Tagesablauf an die Gebräuche in anderen Ländern Westeuropas anzupassen.

Meinung

Die Rationalisierung der Arbeitsstunden ist von herausragender Bedeutung

Mariano Rajoy, Spaniens amtierender Ministerpräsident:

“Die Rationalisierung der Arbeitsstunden in spanischen Unternehmen und Institutionen ist von herausragender Bedeutung. Ich werde einen Konsens finden, der sicherstellt, dass jeder Arbeitstag um 06.00 endet.”

Während Büros und Industrie schon dahin unterwegs sind, gilt für den Einzelhandel weithin noch der “Siesta”-Rhythmus mit vier Stunden Mittagspause. (9.00 bis 13.30, 17.00 bis 20.00/21.00 Uhr.)

Immer mehr Spanier beklagen die mehrstündige Mittagspause die «Siesta», die den Arbeitstag in die Länge zieht. Für viele geht er erst oft nach 20 Uhr zu Ende.

Die Spanier lebten «mit der falschen Uhrzeit» , meint die Kommission zur Rationalisierung der Arbeitszeiten (ARHOE), die seit Jahren unter anderem auch fordert, dass Spanien von der Mitteleuropäischen in die Westeuropäische Zeitzone wechselt. Auch dafür will sich Rajoy im Falle eines
Wahlsieges einsetzen.

Jetzt muss der Ministerpräsident mit den meisten Stimmen, aber ohne absolute Mehrheit und Koalitionspartner, nur noch die Sonne überzeugen. In Sevilla in Andalusien hat es im August/September tagsüber im Schnitt um die 36°

su mit dpa