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Trotz Rückführungen: Hunderte neue Migranten kommen nach Griechenland

Trotz der Rückführung von 202 abgelehnten Asylbewerbern aus der EU in die Türkei hält der Flüchtlingszustrom nach Griechenland über das Mittelmeer

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Trotz Rückführungen: Hunderte neue Migranten kommen nach Griechenland

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Trotz der Rückführung von 202 abgelehnten Asylbewerbern aus der EU in die Türkei hält der Flüchtlingszustrom nach Griechenland über das Mittelmeer weiter an. Innerhalb von 24 Stunden hätten 225 neue Asylsuchende vom türkischen Festland auf griechischen Ägäis-Inseln übergesetzt, am Vortag waren es 339, so der griechische Stab für die Flüchtlingskrise. Am Sonntag kamen demnach 514 Menschen an. Am Samstag waren es 566, am Freitag 339 und am Donnerstag 377 Migranten.

Die Menschen hoffen trotzdem weiter auf Asyl in Europa, so auch dieser Syrer: “Ich habe nicht gehört, dass sie Syrer in die Türkei zurückschicken. Ich habe gehört, dass sie Iraker, Iraner, Afghanen abgeschoben haben, aber von Syrern habe ich nocht nichts gehört.”
Nach Schätzungen des Krisenstabes sind seit der Schließung der sogenannten Balkanroute gut 52.000 Flüchtlinge und Migranten in Griechenland gestrandet.

Auf der Grundlage des Flüchtlingspakts der EU mit der Türkei hatte Griechenland am Montag 202 illegal eingereiste Migranten am Montag in die Türkei zurückgeschickt. Am Dienstag soll es keine Rückführungen geben. Als Grund nannten die Behörden, es müssten nun zunächst die gestellten Asylanträge der Migranten und Flüchtlinge bearbeitet werden.

Unterdessen haben im griechischen Flüchtlingslager Idomeni an der Grenze zu Mazedonien gestrandete Flüchtlinge die vergangenen Tage immer wieder eine wichtige Schnellstraße besetzt, um ihrer Forderung nach Öffnung der Grenze Nachdruck zu verleihen. Es leben weiter 12.000 Migranten hier.

Die griechische Regierung will bis zum Wochenende das provisorische Lager und auch das im Hafen Piräus räumen. Die Migranten würden in arabischer Sprache aufgefordert, mit bereitgestellten Bussen in die offiziellen Auffanglager zu fahren, meldete das Staatsfernsehen (ERT).