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Schweiz bei der Erwerbstätigenquote Spitze in Europa – Deutschland in der EU auf Rang 2

In Deutschland erreichte 2014 die Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-Jährigen 78%. Das war EU-weit der zweithöchste Wert nach Schweden (80%). Nach

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Schweiz bei der Erwerbstätigenquote Spitze in Europa – Deutschland in der EU auf Rang 2

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In Deutschland erreichte 2014 die Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-Jährigen 78%. Das war EU-weit der zweithöchste Wert nach Schweden (80%). Nach einer Zusammenstellung der nationalen Statistikdaten durch das statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, lag der EU-Durchschnitt mit 69% deutlich niedriger. Vor allem die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen mit einer Quote von 73% im Jahr 2014 (2005: 63%) sorgte in Deutschland für die vordere Position im EU-Vergleich.

Österreich liegt auf Platz acht (74,2%). Die niedrigsten Erwerbstätigenquoten wurden hingegen in Griechenland (54,9%) registriert, gefolgt von Kroatien und Italien (je 60,5%) sowie Spanien (62,0%). Höher als in Schweden lag die Erwerbstätigenquote in Island (86,5%) und der Schweiz (82,8%).

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Erwerbsquote von Männern und Frauen. Bei den Männern erhöhte sich die Erwerbsquote in der EU von 75,0 auf 75,9 Prozent, bei den Frauen stieg sie langsamer von 63,5 auf 64,3 Prozent.

Das Beschäftigungsgefälle zwischen Frauen und Männern war im Vorjahr in Finnland (-2,1 Prozent) und Litauen (-2,4 Prozent) am geringsten. Am größten war der Unterschied in Malta (-27,8 Prozent), Italien (-20,0 Prozent) und Griechenland (-18,0 Prozent). Österreich lag mit -8,2 Prozent auf Rang elf.

Italien hatte mit nur 50,6 % die zweitniedrigste Frauenerwerbstätigenquote in der EU vor Griechenland (46%). Lediglich Mazedonien (42,1%) und die Türkei (32,5%) haben eine noch niedrigere Frauenerwerbstätigenquote.

Bei der Frauenerwerbstätigenquote stehen Island (83,3%), Schweden (78,3%) und die Schweiz (78,2 %) an der Spitze. In den vergangenen zehn Jahren haben die meisten Länder das Beschäftigungsgefälle zwischen Frauen und Männern verringern können.