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Norwegen nach Hubschrauberabsturz mit 13 Toten unter Schock

Nach dem Absturz eines Hubschraubers mit Arbeitern einer Ölplattform in Norwegen ist die Zahl der Toten auf 13 Menschen gestiegen. Elf Leichen wurden

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Norwegen nach Hubschrauberabsturz mit 13 Toten unter Schock

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Nach dem Absturz eines Hubschraubers mit Arbeitern einer Ölplattform in Norwegen ist die Zahl der Toten auf 13 Menschen gestiegen. Elf Leichen wurden bereits geborgen. Die Suche nach zwei Vermissten ging zwar weiter – nach Angaben der Rettungsleitstelle aber nicht mehr als Rettungsaktion. Norwegens Regierungschefin Erna Solberg nannte das Unglück «eines der schlimmsten seit vielen Jahren».

Nach Angaben von Statoil war die Maschine am späten Freitagvormittag auf dem Weg vom Ölfeld Gullfaks B, das von dem Ölkonzern betrieben wird, zu einem Flughafen in Bergen, als sie nahe der Insel Turøy etwa 40 Kilometer westlich von Bergen abstürzte. An Bord waren elf Passagiere und zwei Crewmitglieder. Einsatzkräften zufolge waren es elf Norweger, ein Brite und ein Italiener. Die genaue Absturzursache ist noch unklar.

Solberg: “Trauriger Tag für Norwegen”

Norwegens Ministerpräsidentin Solberg zeigte sich schockiert über das Unglück: «Dies ist ein trauriger Tag für alle, die in der norwegischen Öl- und Gasindustrie arbeiten und für Norwegen», sagte sie auf einer Pressekonferenz. «Es scheint ein tragischer Unglücksfall zu sein.» Der Absturz gilt als schlimmstes Hubschrauber-Unglück in Norwegen sei 1978, als 18 Menschen in der Nordsee westlich von Bergen starben. «Es ist eine riesige Tragödie, wenn 13 Kollegen nicht nach Hause
kommen und Familien ihre Angehörigen verlieren», sagte der stellvertretende Statoil-Vorsitzende Arne Sigve Nylund. Um den Mitarbeitern auf dem Ölfeld Zeit zum Trauern zu geben, sei die
Produktion auf der Plattform vorübergehend eingestellt worden. Priester und Seelsorger seien dorthin geschickt worden. Für die Angehörigen wurde ein Seelsorge-Zentrum in Bergen eingerichtet. Norwegens König Harald sprach Angehörigen und Kollegen sein Mitgefühl
aus. Wegen des Unglücks wollten er, seine Frau Sonja und das Kronprinzenpaar nicht wie geplant zum runden Geburtstag von König Carl XVI. Gustaf nach Schweden reisen.