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Streiks wegen geplanten Sparprogramms und Rentenkürzungen legen Griechenland lahm

Aus Protest gegen ein weiteres geplantes Sparprogramm mit Rentenkürzungen haben in Griechenland am Freitag mehrere Gewerkschaften mit Streiks große

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Streiks wegen geplanten Sparprogramms und Rentenkürzungen legen Griechenland lahm

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Aus Protest gegen ein weiteres geplantes Sparprogramm mit Rentenkürzungen haben in Griechenland am Freitag mehrere Gewerkschaften mit Streiks große Teile des öffentlichen Lebens lahm gelegt.

In Athen und anderen Städten brach der Nahverkehr zusammen. Eisenbahner legten ihre Arbeit nieder und zahlreiche Fähren blieben in den Häfen. Auch staatliche Schulen blieben geschlossen. Viele Bereiche, darunter die Müllabfuhr, werden bis Sonntag durchgängig bestreikt.

Denn am Sonntagabend soll das Parlament die geplanten Abgabenerhöhungen und drastischen Einschnitte bei den Renten billigen.

Viele Griechen halten die Streiks allerdings für aussichtslos: “Alles, was die Gewerkschaften jetzt tun, dient dazu, ihre eigene Existenz zu rechtfertigen”, so ein Rentner in Athen. “Es wird sich absolut nichts ändern. Die, die nach 50 Jahren an die Macht gekommen sind, werden ihre Ämter nicht riskieren. Die sind nicht blöd. Sie würden alles tun, sogar ihre Seelen an den Teufel würden sie verkaufen.”

Über Athen und anderen Städten lag am Freitag eine fast gespentische Ruhe. Selbst Journalisten legten die Arbeit für zwei Tage nieder. Am Samstag und Sonntag sind für die Großstädte allerdings Demonstrationen angekündigt.

Der griechische Flugverkehr lief am Freitag normal. Auch Supermärkte und Läden sowie die meisten antiken Stätten waren geöffnet.