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Freigelassene russische Soldaten zurück in Moskau

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Freigelassene russische Soldaten zurück in Moskau

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Die im Austausch für Nadija Sawtschenko freigelassenen mutmaßlichen russischen Soldaten Alexander Alexandrow und Jewgeni Jerofejew sind in Moskau gelandet und wurden von ihren Ehefrauen empfangen. Ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist nicht geplant. Russland bestreitet den Einsatz aktiver Soldaten im Kriegsgebiet Ostukraine, wo die beiden im Mai 2015 bei einem Gefecht verhaftet worden waren.

Putin traf heute stattdessen die Witwe und die Schwester von einem der beiden Journalisten, die angeblich unter Beteiligung von Nadija Sawtschenko getötet worden waren. “Ich danke Ihnen, dass sie für Sawtschenko um Begnadigung gebeten haben. Ich hoffe, dass diese aus humanitären Erwägungen getroffene Entscheidung dazu beitragen wird, die Spannungen in der Konfliktzone zu reduzieren,” sagte der Kremlchef im Gespräch mit den beiden Frauen. Da sich Nadija Sawtschenko weigerte Putin selbst um eine Begnadigung zu beten – sie bestreitet bis heute die Vorwürfe – konnten Angehörige der Getöteten ein Gnadengesuch einreichen, um so den Gefangenenaustausch möglich zu machen.

Alexandrow und Jerofejew wurden im April gegen Protest aus Moskau von einem ukrainischen Gericht unter anderem wegen Terrorismus zu je 14 Jahren Haft verurteilt:http://www.dw.com/de/14-jahre-haft-f%C3%BCr-russische-milit%C3%A4rs-in-kiew/a-19196496 Sie sollen im Kriegsgebiet Donbass für prorussische Aufständische gekämpft haben- laut Kiew als russische Soldaten, laut Moskau als freiwillige Milizionäre.

Die Nachbarländer Russland und Ukraine haben damit gegenseitig ihre prominentesten Gefangenen ausgetauscht. Der Gefangenenaustausch gilt als kleiner Lichtblick im stets mit Härte geführten Streit zwischen Moskau und Kiew.

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