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Streiks gegen französische Arbeitsmarktreform: Sprit wird knapper, Schlangen an Tankstellen länger

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Streiks gegen französische Arbeitsmarktreform: Sprit wird knapper, Schlangen an Tankstellen länger

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Wegen Streiks und Blockaden in der Öl-Industrie sind in Frankreich, Medienberichten zufolge, inzwischen bis zu ein Viertel der Tankstellen von Engpässen betroffen oder geschlossen. An den übrigen bildeten sich erneut lange Schlangen.

Praktisch alle Raffinerien des Landes werden bestreikt, viele Tankstellen bekommen deshalb keinen Nachschub. Bei anderen ist die Nachfrage wegen der Hamsterkäufe auf das fünffache gestiegen.

“Es gibt nirgends Benzin”, sagte eine Autofahrerin in Paris. “Ich bin verärgert, man hat das Gefühl, als Geisel genommen zu werden von den Streiks und Protesten, und sie werden sich noch ausweiten. Aber ich verstehe auch, dass es ein Recht auf Streik gibt, das respektiert werden muss. Nur für die Leute die arbeiten ist das ganze ziemlich unpraktisch.”

In südfranzösischen Fos-sur-Mer löste die Polizei am Dienstag die Blockade einer Raffinerie auf. Doch liefern kann sie derzeit trotzdem nicht. Nach Angaben des Betreibers ist die Zufahrtstraße wegen der vielen dort verbrannten Reifen für die Tanklaster derzeit nicht befahrbar.

Die Gewerkschaften versuchen Arbeitsmarktreformen zu verhindern, die der sozialistische Präsident Francois Hollande per Dekret durchsetzen will. Immer neue Bereiche sind von Streiks betroffen, vor allem der Transportsektor. Einige Gewerkschafter halten es aber auch für denkbar, Atomkraftwerke zu bestreiken und herunterzufahren.

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