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Griechenland: Neue wilde Flüchtlingslager in der Region nach Räumung von Idomeni

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Griechenland: Neue wilde Flüchtlingslager in der Region nach Räumung von Idomeni

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In Griechenland entstehen nach der Räumung des Lagers von Idomeni in der Umgebung neue wilde Flüchtlingslager. Wie hier in Evzoni harren die Menschen aus, mit der Hoffnung eventuell doch noch über die nahe Grenze nach Mazedonien zu kommen. Viele Flüchtlinge hatten Idomeni nach der Räumung auf eigene Faust verlassen, um sich in der Region zu verstecken.

“Es ist nicht so schlimm hier, aber auch nicht gut. Ich habe aber gehört, dass die neuen Lager in Thessaloniki und Athen noch viel schlechter sind. Ich werde hier bleiben, ich weiss nicht wann ich weiter kann”, erzählt die 26-jährige Syrerin Jahina Al Ali.

Un grupode #sirios preparaté en el campo cercade la gasolineraBP de #Evzoni, #Grecia. © RorandelliRocco pic.twitter.com/EBDWITmosR

— Carmen Escalante(@MSF_CaEscalante) May 22, 2016

Evzoni liegt nur sechs Kilometer von Idomeni entfernt. Das nahe Flüchtlingslager Idomeni mit zeitweise 8000 Bewohnern war in den vergangenen Tagen geräumt worden. Nur knapp die Hälfte der Bewohner wurde laut griechischen Behörden in staatliche Auffanglager gebracht. Doch auch die geflohenen Idomeni-Bewohner sollen von der Polizei in offizielle Einrichtungen gebracht werden, kündigte die Regierung an.

Die weisen allerdings oft erhebliche Mängel auf, was auch das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) bestätigt: Viele Menschen seien nach der Räumung von Idomeni in Unterkünfte gebracht worden, die nicht einmal minimalen Standards gerecht würden, teilte die Institution am Freitag in Genf mit. Migrationsminister Ioannis Mouzalas gab im Fernsehen Mängel in staatlichen Lagern zu. Sie sollen aber in den kommenden Wochen behoben werden.

Mehr als 54 000 Flüchtlinge und Migranten harren mittlerweile in Griechenland aus – die allermeisten wollen weiter. Mit der EU wurde
ein Umsiedlungsabkommen vereinbart, das nur schleppend in Gang kommt.

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