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Schiitische Milizen schließen Belagerungsring um Falludscha

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Schiitische Milizen schließen Belagerungsring um Falludscha

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Im Irak haben die schiitischen Al-Haschid al-Schaabi Milizen (Volksmobilmachung) den Belagerungsring um Falludscha geschlossen. Damit ist die erste Phase der Schacht um die IS-Hochburg, die am vergangenen Montag begonnen hatte, abgeschlossen. Die regierungstreuen Truppen beginnen jetzt auf das Stadtzentrum vorzurücken.

Mehrere sunnitische Politiker kritisierten den Besuch eines hohen Generals der iranischen Revolutionsgarden an der Front. Der Iran stellt Ausbilder und Berater für die irakischen Regierungstruppen und schiitischen Milizen zur Verfügung.

Das irakische Militär sicherte zu, Fluchtkorridore für die Zivilbevölkerung von Falludscha einzurichten. Die IS-Dschihadisten sollen jedoch an den Ausfallstraßen Kontrollpunkte eingerichtet haben. Daher sei es für die Bevölkerung unmöglich aus Falludscha herauszukommen.

“Wir haben uns drei Tage lang vor den IS-Kämpfern versteckt. Sie haben uns nicht entdeckt, sonst würden wir nicht mehr leben”, berichtet eine Frau.




Falludscha ist nach Mossul die größte von IS-Kämpfern kontrollierte irakische Stadt. 50.000 Zivilisten sollen sich noch immer der mehrheitlich von Sunniten bewohnten Stadt am Euphrat aufhalten. Falludscha ist eine Hochburg des sunnitischen Widerstands gegen die irakische Zentralregierung.

Die Dschihadisten haben um Falludscha ein Netz von Tunneln angelegt, die es ihnen ermöglichen, in Deckung zur und von der Front zu gelangen und so ihre Verluste zu minimieren.

Bei Luftangriffen wurden nach US-Angaben in den vergangenen Tage mehr als 70 IS-Kämpfer getötet. Darunter auch der örtliche IS-Oberbefehlshaber. Zwischen 500 und 700 IS-Kämpfer sollen sich in Falludscha aufhalten.

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