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Erschossener Gorilla: Polizei von Cincinnati leitet Ermittlungen ein

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Erschossener Gorilla: Polizei von Cincinnati leitet Ermittlungen ein

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Neue Entwicklung im Fall des im Zoo von Cincinnati erschossenen Gorillas: Die Polizei hat mitgeteilt, den Zwischenfall nun doch untersuchen und möglicherweise Strafanzeige erstatten zu wollen. Dies hatte sie zunächst ausgeschlossen. Die Polizei erklärte, sie werde sich bei ihren Untersuchungen nur auf das Verhalten der Eltern konzentrieren.

Die Tierrechtsgruppe “Stop Animal Exploitation NOW” will dagegen Beschwerde gegen den Zoo erheben. Deren geschäftsführender Direktor Michael Budkie sagte: “Wenn sie einem Erwachsenen die entsprechende Ausrüstung geben, dann kann der jedes Hindernis überwinden. Aber wir sprechen hier von einem drei oder vier Jahre alten Kind. Das ist da ohne Hilfsmittel reingekommen. Und nachdem, was man hört, hat es dafür nicht lange gebraucht. Also, sagen sie mir: Wenn ein vier Jahre altes Kind so ein physisches Hindernis überwinden kann, ist so eine Absperrung dann sicher?”

“Tötung war mehr als richtig

Der Junge hatte sich durch das Schutzgeländer gezwängt und war daraufhin in das Gehege gestürzt. Aufnahmen des Vorfalls zeigen, wie der Affe das Kind durch einen Wassergraben zieht und es sich zwischen die Beine setzt, es aber nicht angreift. “Die Entscheidung, den Gorilla zu töten, war mehr als richtig”, so der Tierexperte Jack Hanna. “Der Gorilla sitzt da und plötzlich fällt dieses Ding in seinen Graben. Und dann fangen die Leute auch noch an zu schreien. Wenn so ein Silberrücken böse wird, das möchten sie nicht sehen. Wenn die aufeinander losgehen, wenn die jungen Männchen gegen die Alten kämpfen, das wollen sie nicht sehen.”

Das Gorilla-Gehege ist seit dem Vorfall geschlossen und soll am kommenden Samstag wieder geöffnet werden.

Flachlandgorillas sind eine extrem selten gewordene Art, die unter Schutz steht und akut vom Aussterben bedroht ist.

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