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Syrien: Hilfskonvoi erreicht von Regimekräften belagerte Stadt Daraja

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Syrien: Hilfskonvoi erreicht von Regimekräften belagerte Stadt Daraja

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Zum ersten Mal seit 2012 hat ein Hilfskonvoi des Internationalen Roten Kreuzes die von Regimekräften belagerte Stadt Daraja bei Damaskus in Syrien erreicht. In diesen ersten Lastwagen waren Medikamente, am Freitag wird ein weiterer Konvoi mit Lebensmitteln erwartet. Die Enklave wird seit 2012 von der Armee und ihren Verbündeten belagert. Daraja gilt als Hochburg der Opposition gegen Präsident Baschar al-Assad. Ihre Bewohner leiden unter Mangelernährung, nur Schmuggler bringen teilweise durch Tunnel Lebensmittel in die Stadt.

Vor knapp drei Wochen waren dem Roten Kreuz und einem Hilfskonvoi der Vereinten Nationen die Einfahrt in die Stadt verwehrt worden, obwohl die syrische Regierung zuvor eine entsprechende Erlaubnis erteilt hatte. Die Lage in Daraja und anderen belagerten Städten war einer der Gründe für die syrische Opposition, die Friedensgespräche in Genf vorzeitig zu verlassen. Die UN schätzt dass noch 4000 Zivilisten in Daraja eingeschlossen sind.

“Während das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seine Arbeit weiter macht, erwarten wir und drängen darauf, dass Russland seinen Einfluss auf das Regime nutzt, damit es seine Verpflichtungen erfüllt, um die Hilfslieferung am Boden zu gewährleisten und, wenn nötig, die Unterstützung internationaler Flugoperationen weiter vorantreibt”, so der Sprecher des US-Außenministeriums John Kirby.

Das russische Militär hatte zuvor eine zweitägige Waffenruhe für die eingeschlossene Stadt Daraja bei Damaskus verkündet, um die Hilfslieferungen zu ermöglichen. Die international vereinbarte Hilfsaktion für Syrien, um landesweit eingeschlossene Zivilisten zu versorgen, war bislang nicht zustande gekommen. Daraja ist von syrischen Truppen abgeriegelt, die Hilfslieferungen bisher verhindert haben.

Das Leiden und der Hunger der Zivilbevölkerung in Syrien machen einen massiven humanitären Einsatz notwendig, auch über den Luftweg. Am Freitag will der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über eine Ausweitung der humanitären Hilfe für Syrien entscheiden.

Eine interessante Kolumne über das Aushungern der Zivilbevölkerung durch Al-Assad finden sie hier bei den Kollegen der Zeit

Einen interessanten Artikel zur Gefahr der wenigen in Syrien verbliebenen Mediziner finden sie “hier bei CNN:“http://edition.cnn.com/2016/06/01/middleeast/syria-idlib-death-toll/

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