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Brexit-Gegner und Befürworter rühren Wahlkampftrommeln

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Brexit-Gegner und Befürworter rühren Wahlkampftrommeln

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Drei Wochen vor dem Referendum geht es für Befürworter und Gegner des EU-Austritts in Großbritannien in die heiße Phase des Wahlkampfs.

Der britische Premier David Cameron hat bei einem TV-Auftritt erneut vor den Folgen eines Austritts gewarnt. Mit dem Sonderstatus den das Land genieße, wäre der sogenannte Brexit ein Schuss ins eigene Knie, so Cameron bei einem TV-Auftritt.

Unter den geltenden Sonderbedingungen würde er Großbritannien – wenn das Land nicht bereits Mitglied wäre – jederzeit wieder in die Union führen, so Cameron: “Ich habe unseren Sonderstatus verbessert: Mit echtem Schutz für Großbritannien für den Teil, bei dem wir dabei sein wollen, also hauptsächlich den Binnenmarkt sowie die Bereiche, die wir nicht wollen, wie die Eurozone und freie Grenzen. Die britischen Bedingungen sind gut für Großbritannien und ich denke, wir sollten in der EU bleiben”.

Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson ist einer der bekanntesten Brexit-Befürworter. Bei einer Wahlkampfveranstaltung auf einer Viehauktion in Lancashire kritisierte er den starken Einfluss der EU: “Wie hoch denken Sie, ist der Anteil an Gesetzen die derzeit direkt aus Brüssel kommen und über die in Westminster beraten wird? Jemand eine Idee? Wer bietet 30 Prozent? Wer mehr? Die Antwort ist: 60 Prozent”.

Unterdessen hat der Chef einer der größten britischen Gewerkschaften den Oppositionsführer Jeremy Corbyn dazu aufgerufen, Labour-Wähler für das Referendum am 23. Juni stärker zu mobilisieren. Ohne sie werde man einen EU-Austritt nicht verhindern können.

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