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"Schlacht auf der Themse": Kurioses Aufeinandertreffen von Brexit-Gegnern und Befürwortern

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"Schlacht auf der Themse": Kurioses Aufeinandertreffen von Brexit-Gegnern und Befürwortern

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Eine Flotte von Brexit-Befürwortern ist von der Themsemündung landeinwärts nach London eingelaufen. Ihr Kapitän: Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei.

Unter der Tower-Bridge wurden die Boote von Brexit-Gegnern empfangen. In den sozialen Netzwerken wird das Aufeinandertreffen “Schlacht auf der Themse” genannt.

Die Aktion der EU-Gegner ist Teil der Kampagne “Fishing for Leave”, “Fischen für den EU-Austritt” – ein Protest gegen Brüssels Fischereipolitik.

Fischer Aaron Brown ist enschiedener Brexit-Befürworter: “Sechzig Prozent der britischen Quote sind in Händen anderer und sechzig Prozent der britischen Fischfangflotte werden abgeschafft. Wir sind heute hier, um die Geschichte der Fischereiindustrie in die Hauptstadt zu bringen. Wir sind das perfekte Beispiel für alles, was in der EU schief läuft. Wir müssen austreten und unser eigenes Schicksal bestimmen.”

Im Fall des Brexit kündigte der britische Finanzminister Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen an. Der Austritt aus der Union könne Großbritannien teuer zu stehen kommen, so George Osborne.

“Nehmen wir nur den mittleren Wert des vom absolut unabhängigen Instituts für Steuerstudien angegebenen schwarzen Lochs in der Staatskasse. Der mittlere Wert – nicht der schlimmstmögliche Fall – liegt bei 38 Milliarden Euro. Das wäre ein permanentes und strukturelles Loch.

“Und um ehrlich zu sein, gibt es nur gewisse Steuern, die man erhöhen kann, um die benötigten Summen aufzubringen, und es gibt nur gewisse Budgetkürzungen, die man vornehmen kann – das ist die nackte Realität eines EU-Austritts”, so Osborne.

Am 23. Juni entscheiden die Briten, ob sie weiterhin der Europäischen Union angehören wollen – oder nicht. In jüngsten Umfragen liegen die Brexit-Befürworter vorne.

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