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Großbritannien trauert um Jo Cox: "Wir haben einen großen Star verloren"

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Großbritannien trauert um Jo Cox: "Wir haben einen großen Star verloren"

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Flaggen auf Halbmast am britischen Unterhaus. Großbritannien trauert um die brutal getötete Abgeordnete Jo Cox. Für die Labour-Partei saß die zweifache Mutter seit dem vergangenen Jahr im Unterhaus. Das Attentat geschah eine Woche vor dem Brexit-Referendum. Der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn appellierte:

“Gewalt ist in keinem Fall eine Antwort. Wir müssen jetzt zusammenstehen und der Familie von Jo unser tiefes Beileid übermitteln. Wir haben eine wunderbare Frau verloren und eine wunderbare Abgeordnete, aber die Demokratie wird fortbestehen und ihre Arbeit wird weitergeführt.”

Der britische Premierminister David Cameron erklärte:

“Wir haben einen großen Star verloren. Sie war eine sehr kämpferische Abgeordnete, großherzig und mit viel Mitgefühl. Die Menschen werden sehr, sehr traurig sein über das, was passiert ist. Entsetzliche Nachrichten. Es stimmt, dass wir die Kampagne für das Referendum ausgesetzt haben. Alle sind in diesen schrecklichen Zeiten in Gedanken bei Jo`s Familie und ihren Wählern.”

Der frühere Londoner Bürgermeister und Brexit-Befürworter Boris Johnson reagierte “traurig und schockiert”. Es sei entsetzlich, dass eine Abgeordnete ihr Bestes für die Wähler gebe und dabei sterbe.

Nigel Farage, Chef der EU-kritischen Ukip-Partei, äußerte sich “tieftraurig über den Tod von Jo Cox” und übermittelte den Hinterbliebenen sein Beileid.

Auch die deutsche Bundesregierung kondolierte den Angehörigen von Jo Cox, und bezeichnete die Tragödie als “traurig und schrecklich”. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem “tragischen Vorfall”.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde 2015 im Wahlkampf von einem Messerstecher schwer verletzt

Alle politischen Lager stoppten zunächst den Wahlkampf für das Brexit-Referendum.

Im englischen Wahlkreis Batley and Spen der Politikerin wurde in der St. Peter`s Church der Kleinstadt Birstall ein Gedenkgottesdienst abgehalten. In Birstall hatte Jo Cox die schweren Stich- und Schussverletzungen erlitten, an denen sie im Krankenhaus 41-jährig starb.

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