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Hilary Clinton: Erste Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte der USA:

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Hilary Clinton: Erste Präsidentschaftskandidatin in der Geschichte der USA:

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Zum ersten Mal in der Geschichte zieht eine Frau ins Rennen um das höchste Amt der USA.

Beim Parteitag der Demokraten in Philadelphia regnete es weiß-blau-rote Luftballons auf eine strahlende Hillary Clinton herunter. Arm in Arm bejubelt sie ihre offzielle Nominierung mit Tim Kaine, ihrem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten.

“Die Welt schaut auf uns. Ja, wir haben das Schicksal Amerikas in den Händen. Lasst uns zusammen stärker sein, liebe Landsleute”, wiederholt Clinton ihr Motiv.

Eines ist sicher: Ihre Anhänger im Raum muss sie nicht mehr überzeugen.

Wir sprachen mit euronews Korrespondent Stefan Grobe über den Parteitag der US-Demokraten in Philadelphia.

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Hillary Clinton wurde als erste Frau von einer großen Partei zur Präsidentschaftskandidatin gekürt, sie hat Geschichte gemacht. Jetzt da sie durch die gläserne Decke gebrochen ist, sagte sie, sei nichts unmöglich. Trotzdem wollen viele Frauen nicht für sie stimmen – warum?

Stefan Grobe
Ich glaube, dass diese Rede viele dazu gebracht hat, ihre Meinung über Hillary zu ändern. Ich habe nie so viele Frauen weinen sehen wie in dieser Woche. Zuerst während der reden von Präsident Obama, dann bei Hillarys Rede. Sie erscheint immer etwas reserviert und distanziert, und sie ist ein Teil des Etablissements. Aber wenn Sie die Gesichter vieler weiblicher Delegierter letzte Nacht gesehen haben, viele mit Tränen in den Augen – ich glaube, da ist es vielen erst klar geworden, was sie erreicht hat.

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Selbst wenn sie die Frauen gewonnen hat, der Beginn des Parteitags war überschattet von den Protesten der Bernie Sanders-Anhänger. Wird sie es schaffen, auch diese auf ihre Seite zu bringen?

Stefan Grobe
Das ist eine der Herausforderungen, die sie zu bestehen hat. In den nächsten drei Monaten muss Hillary auf einem schmalen Grat wandeln: sie muss unzufriedene Sanders-Anhänger genauso erreichen wie unzufriedene Republikaner. Ich denke nicht, dass wir sehen werden, wie Sie noch weiter nach links rutscht. Sie hat bereits viele Punkte angesprochen, die den Anhängern von Bernie Sanders gefallen, aber sie hat auch den Republikanern die Hand hingehalten, von denen viele unzufrieden sind mit ihrem Kandidaten. Ich denke, in den kommenden Präsidentschaftsdebatten werden wir einen wirklichen Zusammenprall politischer Kulturen erleben. Das wird eine sehr harte und schmutzige Kampagne werden.

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E-Mails sind Hillarys Achillesferse, die demokratische Partei ist von einem neuen E-Mail Skandal erschüttert worden. Wird sie das heil überstehen?

Stefan Grobe
Ich denke doch. Was jetzt klar ist, ist, dass Amerika die Wahl hat zwischen zwei unterschiedlichen Visionen für das Land. Wenn man den Republikanern zuhört, dann sind die USA ein Ort des Verbrechens, ein Platz der Verdammten und Verlassenen, und ihre besten Tage haben die USA lange hinter sich. Wenn man dagegen den Demokraten zuhört, dann sind sie ein Hoffnungsträger, ein strahlendes Symbol der Hoffnung, hier gibt es Vielfalt, Energie und neue Ideen. Darauf wird Hillary aufbauen. Natürlich werden die Republikaner die E-Mails zur Sprache bringen, aber die Wahl wird nicht dadurch entschieden werden. Die Leute haben jetzt seit einem Jahr von E-Mails gehört, und es hat sie nicht besonders interessiert.

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