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Uber China und Didi Chuxing fusionieren

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Uber China und Didi Chuxing fusionieren

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Uber China und der chinesische Ridesharing-Dienst Didi Chuxing sollen zu einer neuen Firma fusioniert werden und auf eine gemeinsame Unternehmensbewertung von rund 35 Milliarden Dollar kommen. Uber hat es von Anfang an nicht leicht gehabt auf dem chinesischen Markt und Milliarden verbrannt. Didi ist bisher mit etwa 300 Millionen registrierten Nutzern in 400 chinesischen Städten klarer Marktführer. Das US-Unternehmen und der chinesische Fahrtenanbieter haben sich einen harten Schlagabtausch mit Rabatt-Aktionen geliefert, der für beide Unternehmen auf Dauer zum Verlustgeschäft wurde. Auf das gesamte Land gerechnet, zählte das Verkehrsministerium zum Ende des vergangenen Jahres 172 Millionen Autobesitzer unter den fast 1,4 Milliarden Chinesen. Als erstes Land der Welt hat China nationale Regeln für die Nutzung von Mitfahrdiensten wie Uber und Didi Chuxing aufgestellt. Didi-Chef Cheng Wei hatte sich viel von Uber abgeschaut, aber im Gegensatz zu seinem US-amerikanischen Gegenspieler dominiert Cheng das Geschäft in der Volkrepublik, in China werden 99 Prozent der Taxis und 87 Prozent der privaten Mitfahrgelegenheiten mobil per Didi gebucht. Uber gibt nun seinen Versuch auf, den chinesischen Markt im Alleingang zu knacken. Im Rahmen des Deals werde die US-Mutter Uber Technologies eine Beteiligung von knapp sechs Prozent an Didi Chuxing erhalten

Im Juni hatt Didi Chuxing bei seiner aktuellen Finanzierungsrunde insgesamt sieben Milliarden US-Dollar erhalten. 4,5 Milliarden Dollar kommen von Investoren und weitere 2,5 Milliarden US-Dollar von Banken. Erst im Mai hatte Apple eine Milliarde US-Dollar in den chinesischen Ridesharing-Dienst Didi Chuxing investiert. CEO Tim Cook will so mehr über den chinesischen Markt lernen. Das Startup wird mittlerweile mit 25 Milliarden US-Dollar bewertet. Mitbewerber Uber war ebenfalls auf der Suche nach frischen Milliarden, Anfang Juni stieg der saudi-arabische Staatsfonds mit knapp 3,5 Milliarden US-Dollar beim Fahrdienstvermittler ein. Dann versuchte das US-Unternehmen den nächsten Schritt, um an weiteres Geld zu kommen. Wie das Wall Street Journal berichtete, plante Uber sogenannte „Leveraged Loans“, also einen Kredit, über bis zu zwei Milliarden Dollar aufzunehmen. Diese Kredite gelten als besonders risikoreich, sie werden an Firmen mit eingeschränkter Kreditwürdigkeit vergeben. Die Kredite könnten dem Unternehmen helfen, die Zeit bis zum Börsengang zu überbrücken. Erst kürzlich hatte CEO Travis Kalanick auf der Noah-Konferenz in Berlin deutlich gemacht: es sei nicht allzu bald mit dem IPO zu rechnen.

Seit Kurzem ist Uber mit einem Dienst auch wieder in Deutschland vertreten: mit UberX. Durch eine Kooperation mit mittelständischen Taxiunternehmen wolle der Chauffeurservice nun auch in Berlin wieder Fahrten anbieten, so Deutschlandchef Christian Freese gegenüber der Berliner Morgenpost. Zuvor musste das Unternehmen wegen fehlender Fahrlizenzen und Ärger mit den Taxigesellschaften seinen regulären Dienst einstellen.

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