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Heiratsantrag nach Olympia-Pleite

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Heiratsantrag nach Olympia-Pleite

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Der romantischste Moment bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Die brasilianische Rugby-Spielerin Isadora Cerullo erhielt am Montag nach der Siegerehrung einen Heiratsantrag ihrer Lebensgefährtin Marjorie Enya, die als Volunteer im Stadion von Deodoro arbeitete. Herzförmige Ballons rundeten die romantische Szene ab, Volunteers jubelten mit den zwei offenbar schwer verliebten Frauen. Natürlich sagte Cerullo «Ja». Wann die Hochzeit der beiden stattfindet, ist noch unklar.

Auch IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams war gerührt:

“Aus Sicht des IOC ist es eine fantastische, positive Story. Und wie sie wissen steht in unserer Charta , dass wir Diskriminierung aus rassischen oder religiösen Gründen ablehnen und Sexualität gehört jetzt auch dazu. Aber so ein Moment geht noch weiter. Es feiert das. Ich habe mich toll gefühlt, als ich heute morgen diese Story gehört habe”, sagte Adams.

Und auch die Fans vor dem Rugby-Staion waren gerührt.

“Nun, wenn Menschen sich entscheiden, zu tun, was sie tun,wollen, dann haben sie auch das Recht dazu”, findet Chris Ferguson.

“Ich glaube, der Antrag war wunderbar und wohl auch im olympischen Geist. Die Vereinigung von verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Toleranz, Respekt für Vielfalt. Unglücklicherweise haben wir in Brasilien noch viel in diesre Hinsicht zu tun. Wir machen kleine Schritte voran”, findet Renina Valejos.

Laut Internetportal Outsports.com nehmen mindestens 45 offen homosexuelle Sportler an den Spielen in Rio teil – darunter das Ehepaar Kate und Helen Richardson-Walsh in der britischen Hockey-Nationalmannschaft.

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