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Diese Kinderfotos aus Kriegen und Konflikten wurden zu Ikonen

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Diese Kinderfotos aus Kriegen und Konflikten wurden zu Ikonen

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Jeder Krieg liefert Videos und Fotos, die schockieren, die der Welt die Grausamkeit des Konfliktes zeigen. Oft sind es die Schicksale von Kindern, die die Menschen am meisten berühren. Wie jene Aufnahme von Omran, einem syrischen Jungen, der nach einem Bombenangriff auf Aleppo staubbedeckt und blutverschmiert in einem Krankenwagen sitzt. Der Schreck steht ihm ins Gesicht geschrieben. Mittlerweile werden angesichts der Aufnahmen aber auch Zweifel geäußert – vor allem am Fotografen.

Im September vergangenen Jahres waren es die Aufnahmen der Leiche des syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi, die um die Welt gingen. Mit seiner Familie wollte er über das Mittelmeer von der Türkei nach Griechenland gelangen. Das Schleuserboot kenterte, der leblose Körper des Jungen wurde an der türkischen Küste angespült.

“Wir wollten durch die Verwendung dieses Fotos Aufmerksamkeit für die syrische und irakische Flüchtlingswelle – und das Flüchtlingsthema insgesamt – erregen. Wir wollten dem Thema ein Gesicht geben und erreichen, dass Länder ihre Einwanderungspolitik überdenken. Wir wollten der Öffentlichkeit einen Schock versetzen, weil dieses Foto uns selbst schockiert hat”, erläutert Zeynep Gürcanlı, Online-Chefredakteurin von Hürriyet.

Im September 2000 wurden die Aufnahmen von Muhammad Jamal al-Durrah zum Symbol für den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Der Junge und sein Vater waren in einen Schusswechsel geraten, die Aufnahmen zeigen, wie sich die beiden hinter einem Betonblock verstecken. Wie Muhammad Jamal al-Durrah ums Leben kam, ist auch heute noch Gegenstand von Kontroversen.

Beinahe jeder Konflikt hat Fotos hervorgebracht, die im Gedächtnis geblieben sind: Wie dieses eines afghanischen Mädchens aus dem Jahr 1985, aufgenommen in einem Flüchtlingslager in Pakistan.

Der südafrikanische Fotograf Kevin Carter erhielt 1994 für eine Aufnahme aus dem Sudan den Pulitzer-Preis. Das Foto zeigt ein vom Hunger gezeichnetes Kind, im Hintergrund ist ein Geier zu sehen. Kurz nach der Übergabe des Pulitzer-Preises nahm sich Carter das Leben.

Das wohl bekannteste Kriegsfoto wurde 1972 in Vietnam geschossen. Gezeichnet von einem Napalm-Angriff und ohne Kleider am Leib flieht ein neunjähriges Mädchen aus ihrem Dorf. Die Aufnahme wurde als Pressefoto des Jahres ’72 ausgezeichnet.

Einige der Fotos haben Geschichte geschrieben – eines haben sie gemeinsam: Sie zeigen Kinderschicksale, die die Menschen ganz besonders berühren: Sie rütteln auf und verdeutlichen, dass es oft die Schwachen und Unschuldigen sind, die am meisten unter den Folgen von Kriegen leiden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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