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Vor Ort in Amatrice

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Vor Ort in Amatrice

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euronews:

“Wir sprechen jetzt vor Ort in Amatrice mit Raquel Alvarez. Für die Überlebenden wurden Zelte zum Schlafen aufgestellt, jedoch wollten einige lieber in ihren Autos schlafen.”

Raquel Alvarez:

“Viele Menschen wollten ihre Häuser, beziehungsweise das, was von ihren Häusern übrig war, nicht verlassen. Es ist schwierig, sie davon zu überzeugen, dass es besser wäre, wegzugehen. Sie bleiben lieber in ihrem Auto nahe an ihrem Haus. Psychologisch gesehen ist das verständlich. Die, die können, gehen schon zu Freunden oder Verwandten außerhalb der gefährdeten Region.

Unsere Euronewsmannschaft hat das Hotel, das wir gebucht hatten, geschlossen vorgefunden. Die Eigentümer hatten sich entschieden, lieber zuzumachen und nach Rom zu fahren. Hauptsache weg von hier.”

euronews:

Wie es oft bei Katastrophen dieser Art ist, so sind hier viele Freiwillige vor Ort, die helfen wollen. Hatten Sie die Möglichkeit mit ihnen zu sprechen?

Raquel Alvarez:

“Alle sind natürlich erst mal schockiert, da wollen alle helfen, das stimmt. Ich habe sehr junge Menschen getroffen, die sogar aus Polen gekommen waren und helfen wollten. Natürlich sind auch viele aus anderen Teilen Italiens gekommen, weil sie schockiert waren und helfen wollten.

Die Behörden versuchen allerdings die Menschen zu beruhigen und sie sagen, dass die Sicherheitskräfte die Lage unter Kontrolle haben, dass keine Freiwilligen mehr benötigt werden. 5000 Helfer sind hier ohnehin im Einsatz.

Von den 4000 Zelten, die zur Verfügung stehen, sind nur 1000 bisher in Benutzung. Natürlich ist es schön, dass so viele helfen wollen, aber ehrlich gesagt, im Moment sind die Profis dran.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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