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Gabun: "Tricksen, Töten, Stehlen"

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Gabun: "Tricksen, Töten, Stehlen"

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In der Hauptstadt von Gabun, Libreville, sind die Ausschreitungen zwischen Anhängern der Opposition und der Polizei weitergegangen. Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben und Dutzende wurden verletzt. Nach Angaben der Opposition war bei der Wahl getrickst worden. Präsident Ali Bongo Odimba habe nicht rechtmäßig gewonnen, die Stimmen seien nicht richtig ausgezählt worden. Bongos Familie ist in Gabun seit fast 50 Jahren an der Macht. Bongo selbst sagte, er werde den demokratischen Prozess und die Wahl des Volkes akzeptieren.

So sieht es allerdings im Moment nicht aus. Bei einem Angriff der Streitkräfte auf die Parteizentrale der Opposition wurden in der Nacht zum Donnerstag mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt, wie Oppositionsführer Jean Ping sagte. Ein Hubschrauber habe das Gebäude bombardiert, am Boden griffen Präsidentengarde und Polizei an.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich fordert ein sofortiges Ende der Konfrontationen. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault erklärte: “Frankreich macht sich Sorgen um die Situation in Gabun. Wenn das Wahlergebnis in Zweifel gezogen wird, dann sollte dies nicht mit Gewalt, sondern auf dem juristischen Wege geschehen. Jedes Wahlbüro muss die Anzahl der Stimmen offenlegen.”

Auch die USA forderte ein rasches Ende der Gewalt in dem zentralafrikanischen Staat.

Bei der Wahl am 27. August war Präsident Bongo nach Regierungsangaben als Sieger hervorgegangen. Oppositionsführer Jean Ping sagte allerdings, er habe gewonnen und forderte Bongo auf, seine Niederlage einzugestehen. “Ali Bongo muss verstehen, dass er sich nicht ewig mit den gleichen Mitteln an der Macht halten kann: Tricksen, Töten, Stehlen”, sagte Ping.

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