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Gabun: Präsidentenwahl im Zwielicht - Valls für Neuauszählung

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Gabun: Präsidentenwahl im Zwielicht - Valls für Neuauszählung

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Nach den Unruhen in Gabun hat Frankreichs Premierminister Manuel Valls eine Neuauszählung der umstrittenen Präsidentschaftswahl nahegelegt. Zuvor hatten Frankreich und die EU bereits die Veröffentlichung der Ergebnisse aller Wahllokale gefordert.

Offiziellen Angaben zufolge hatte Ali Bongo Ondimba die Abstimmung vom 27. August mit einigen Tausend Stimmen Vorsprung gewonnen. Bongos Familie ist in Gabun seit fast 50 Jahren
an der Macht.

Valls sagte in einem Radiointerview:

“Es gibt einige Zweifel und Diskussionen. Die europäischen Wahlbeobachter haben auf Basis objektiver Fakten Kritik geäußert. Die Weisheit würde es gebieten, die Ergebnisse neu auszuzählen.”

Auch Oppositionsführer Jean Ping forderte eine detaillierte Veröffentlichung der Ergebnisse aller Wahllokale, um eine Neuauszählung der Stimmen zu ermöglichen. Die USA und die internationale Gemeinschaft dürften den Wahlbetrug nicht hinnehmen, erklärte Ping.

Infolge der Verkündung der Wiederwahl von Ali Bongo Ondimba war es in Gabun zu schweren Ausschreitungen gekommen. Rund 15 französische Staatsbürger werden seitdem vermisst. Laut Ping wurden mehrere Tausend Menschen festgenommen. Valls forderte die Behörden Gabuns auf, alles zu tun, um die Franzosen wiederzufinden.

Der 57-JährigeAli Bongo hatte das Präsidentenamt 2009 von seinem Vater Omar Bongo übernommen, der die ehemalige französische Kolonie von 1967 bis zu seinem Tod regiert hatte. Der 73-jährige Ping ist ein früherer Weggefährte von Omar Bongo. Er war unter anderem Präsident der UN-Vollversammlung und Chef der Afrikanischen Union.

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