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IFA 2016: Der unwiderstehliche Charme des Haushaltsroboters

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IFA 2016: Der unwiderstehliche Charme des Haushaltsroboters

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Neben Fernsehern, Smartphones und Drohnen standen in diesem Jahr auch wieder Roboter auf der internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin im Rampenlicht. Branchenexperten zufolge sind Roboter und künstliche Intelligenz wichtige Wachstumsmärkte. Vor allem im “Smart Home”-Bereich sieht man großes Potenzial für intelligente Helfer, die im Haushalt zur Hand gehen.

Nicole Scott, “Mobilegeeks”: “Roboter sehen wir schon eine ganze Weile, kann man von einem Trend sprechen? Natürlich! Roboter gibt es seit Jahren in der Industrie. Und jetzt erobern sie den Haushalt. Das Internat der Dinge ist ein Raum, der automatisierte Funktionen für den Durchschnittsverbraucher erschwinglich macht. Also Roboter, die Fenster und Treppen putzen und daheim Aufgaben übernehmen, etwa Haustiere hüten oder füttern.”

Staubsauger-Roboter sind nach wie vor begehrt auf dem Markt für kleine Haushaltstechnik, noch dazu, wenn sie über eine App mit dem Smartphone programmiert werden können, wie dieser intelligente Wischmob der je nach Reinigungsmodus nass, feucht oder trocken den Boden säubert. Sensoren verhindern, dass der Putzroboter anstößt oder die Treppe hinunterstürzt.

Jaime Rivera, “‘Pocket Now”: “Roboter sind eine Nische. Sie lösen bereits spezifische Probleme an Universitäten oder in Fabriken. Ebenso, wie das Internet Jahrzehnte lang ein Regierungsinstrument war, bevor es öffentlich wurde, wird es auch mit Robotern geschehen. Vorausgesetzt, dass sie einen Nutzen für den Verbraucher haben.”

Sehr nützlich für Nikotinfans: die Kaffeekanne mit digitaler Gesichtserkennung. Ein Blick genügt, damit sie weiß, für wen der Morgentrunk gebraut werden soll. Dank hochsensibler Sensoren werden optische Bewegungen erkannt. Die 3D-Tiefenkamera lässt sich über offene Schnittstellen in das “Smart Home”-System integrieren. Damit es zwischen Mensch und Maschine richtig funkt.

Joshua Vergara, “Android Authority”: “Wir wollen nicht unbedingt, dass Roboter uns alle Alltagsaufgaben abnehmen. Es geht darum, alles intelligenter zu machen. In der Industrie könnten Roboter durchaus viele Arbeitskräfte und ersetzen, aber im alltäglichen Leben des Endverbrauchers, mich eingeschlossen, geht es darum, bestimmte Bereiche zu kontrollieren, beispielsweise mit dem Smartphone.”

Eine nette Umschreibung für: Jemanden finden, der unliebsame Aufgaben übernimmt, zum Beispiel Fensterputzen, wie der Reinigungsroboter, der Glasflächen selbstständig ausmisst und anschließend von beiden Seiten feucht blank putzt.

Andere Geräte, wie der schwebende Lautsprecher, versprechen ein großes Klangerlebnis und irgendwie das coole Gefühl, mit dem Smartphone ein Raumschiff zu steuern.

Aber brauchen wir das?

Jaime Rivera, “‘Pocket Now”: “Ich würde liebend gern mit Musik empfangen werden, wenn ich mein Haus betreten. Das Problem ist, ich habe bereits eine Stereoanlage, ein Bett, einen Kühlschrank, und all die Geräte, die gebaut wurden, um mindestens 20 Jahre zu halten. Warum sollte ich einen neuen Kühlschrank kaufen, wenn meine Lebensmittel damit auch nicht besser schmecken, nur weil er schlau genug ist, die Temperatur zu kontrollieren und damit etwas wenig Strom verbraucht?”

Am Ende ist da noch der rein spielerische Aspekt, etwa der niedliche Star-Wars-Roboter BB-8, der mit einem Armband und Bluetoothverbindung gesteuert werden kann.

Die Macht des Menschen, über das Objekt, nicht wirklich nützlich und für gut 220 Euro ein eher teurer Zeitvertreib.

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