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Dreifacher Pulitzer-Preisträger: US-Dramatiker Edward Albee ist tot

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Dreifacher Pulitzer-Preisträger: US-Dramatiker Edward Albee ist tot

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Der für sein Werk “Wer hat Angst vor Virginia Woolf?” bekannte US-Dramatiker Edward Albee ist tot. Laut einem Sprecher ist der dreifache Gewinner des Pulitzer-Preises am Freitag (Ortszeit) im Alter von 88 Jahren in seinem Haus auf Long Island im Bundesstaat New York “friedlich nach kurzer Krankheit” gestorben. Seinem Freund David Crespy zufolge hatte Albee nach einer Herzoperation im Jahr 2013 schon länger gesundheitliche Beschwerden gehabt.

Die Pulitzer-Preise gewann Albee für die Stücke “Empfindliches Gleichgewicht” (1966), “See-Eskapade” (1974) und “Three Tall Women” (1991), während die Pulitzer-Jury ihm 1963 den Preis für “Virginia Woolf” mit knapper Mehrheit versagte, was zum Austritt mehrerer Jurymitglieder führte. Dabei war es dieses Werk, das ihn 1962 den Ruf als größter Dramatiker seiner Generation einbrachte. Es handelt von einem nächtlichen Streitgespräch eines Paares mittleren Alters, die sich im Beisein eines jüngeren Paares streiten. Mit der Ehesatire kritisierte der Schriftsteller wie in anderen Werken den “American Way of Life” mit seinen hohlen gesellschaftlichen Konventionen und seiner moralischen Fassade. Eine Filmadaption von 1966 mit Elizabeth Taylor und Richard Burton gewann fünf Oscars.

Darüber hinaus wurde Albee unter anderem mit dem Tony Award für sein mehr als 30 Dramen umfassendes Lebenswerk ausgezeichnet. Vor einer schweren Operation hatte Albee vor einigen Jahren folgende Notiz geschrieben, die im Fall seines Todes verbreitet werden sollte: “An Euch alle, die mein am Leben sein so wundervoll, so aufregend und so vollständig gemacht haben, meinen Dank und all meine Liebe.”

Edward Albee wurde am 28. März 1928 in Virginia geboren und zwei Wochen nach seiner Geburt von einem begüterten Ehepaar aus einem New Yorker Vorort adoptiert. Bereits als Schüler schrieb er Gedichte und Geschichten.

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