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Mit Spinnengift Bakterien bekämpfen


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Mit Spinnengift Bakterien bekämpfen

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Mit dem Herbst kommen die Spinnen ins Haus. Was manche in Angst und Schrecken versetzt, erfreut die Forscher an der National University of Ireland (NUI) in Galway. Sie interessieren sich für das Gift der Achtbeiner, das, so vermuten die Forscher, von medizinischem Nutzen sein könnte. Gut 400 Spinnenarten sind in Irland beheimatet, einige davon haben die Wissenschaftler begutachtet und dabei festgestellt, dass ihr Gift dazu in der Lage ist, Kolibakterien zu bekämpfen.

Michel Dugon, NUI Galway: “Das Gift einer bestimmten Spinnenart zerstört Bakterien sehr effizient, aber nicht menschliche Zellen. Und diese bakterizide Wirkung ist natürlich sehr interessant und eröffnet eine potenzielle Anwendung bei der antibakteriellen Behandlung.”

Die Forscher arbeiten nicht nur mit Spinnen, sondern interessieren sich auch für das Gift von Skorpionen, Tausendfüßlern, Molchen oder Quallen.

Anne-Marie Power, NUI Galway: “Es gibt viele andere Tiere, die genutzt werden könnten. Ein Teil der Forschung ist beispielsweise Rankenfüßern gewidmet, die dazu in der Lage sind, sich unter Wasser auf Oberflächen fest zu verankern. Die Substanz, mit der sie das tun, könnte die Grundlage für Entwicklung eines neuen chirurgischen Superklebers für salzhaltige Partien des menschlichen Körpers bilden.”

Dahinter steht auch die Hoffnung, dass tierische Gifte eines Tages zur Behandlung von Krebs zum Einsatz kommen. Die 400 irischen Spinnenarten haben noch längst nicht all ihre Geheimnisse offenbart.

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