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Syrien: Schuldzuweisungen statt Diplomatie


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Syrien: Schuldzuweisungen statt Diplomatie

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Vor wenigen Wochen richteten sich die Kameras auf diese beiden Männer: die amerikanischen und russischen Chefdiplomaten John Kerry und Sergej Lawrow. Am 10. September wuchs die Hoffnung, dass die USA und Russland mit ihrer Einigung den Weg für eine dauerhafte Waffenruhe in Syrien ebnen.

Damals zeigte sich Kerry optimistisch und sagte, wenn der Plan umgesetzt und genau befolgt würde, habe er das Potential, eine Wende herbeizuführen.

Aleppos leidende Bevölkerung

Die Waffenruhe begann am 12. September. Für einige Tage kam die heftig umkämpfte Stadt Aleppo zur Ruhe – weder Regierung noch Aufständische wollen Aleppo aufgeben. Sollte es Hoffnung auf Frieden in Syrien geben, dann entscheidet sich die Zukunft des Landes in Aleppo.

Trotz kleinerer Brüche blieb die Waffenruhe bis zum 19. September in Kraft.
Dann wurde sie von der Regierung in Damaskus beendet. Nur wenige Stunden später erfolgte ein Bombenangriff auf einen Konvoi mit Hilfslieferungen von UNO und Rotem Halbmond westlich von Aleppo.

Ende der Waffenruhe

Die Feuerpause erlaubte es, Menschen in eingekesselten Gebieten mit Hilfslieferungen zu versorgen. Der Luftangriff machte diesen Hoffnungen ein Ende. Die LKW sitzen nun wieder an der syrischen Grenze zur Türkei fest. Trotz diplomatischer Versuche kommt es zu keiner neuen Feuerpause.

Seitdem hagelt es wieder Bomben auf Aleppo. Der letzte Angriff auf das große Krankenhaus der Stadt stellt die Geduld der Amerikaner mit den Russen auf eine harte Probe.

Schuldzuweisungen

Statt Diplomatie gibt es gegenseitige Schuldzuweisungen.

Lawrorw erklärte, “die USA wollten die Vereinbarungen von Anfang an unterwandern. Leider haben gestern jene gewonnen, die gegen eine politische Lösung für Syrien, gegen die Umsetzung der UN Resolutionen und für eine gewaltsame Lösung des Konflikts sind.”

Kerry erwiderte, “das syrische Regime und Russland scheinen die diplomatischen Bemühungen beendet zu haben, indem sie versuchen, einen militärischen Sieg über Leichen, ausgebombte Krankenhäuser und traumatisierte Kinder eines leiderprobten Landes zu erzwingen. Menschen, die ernsthaft Frieden wollen, verhalten sich anders als Russland.”

Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge starben in Ost-Aleppo in den vergangenen zwei Wochen 342 Menschen, unter ihnen mehr als 100 Kinder.

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