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"The Color Line": Die Geschichte einer Diskriminierung


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"The Color Line": Die Geschichte einer Diskriminierung

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“The Color Line” heißt eine Ausstellung im Pariser Musée du quai Branly, die sich mit der Rassentrennung in den USA aus Sicht afroamerikanischer Künstler beschäftigt. Der Titel bezieht sich auf den 1903 vom Bürgerrechtler William Du Bois geprägten Begriff, um die Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe zu benennen.

Die Abschaffung der Sklaverei 1877 brachte den Afroamerikanern nicht die erhoffte Freiheit, sie wurde von den Gesetzen zur Rassentrennung abgelöst.

Daniel Soutie, Kurator der Ausstellung: “In dieser Ausstellung gibt es Bilder, die wir wahrscheinlich nicht in den USA gezeigt hätten. Das sind Karikaturen, Plakate, mehr oder minder rassistische Deckblätter von Notenbüchern aus einer Zeit, in der das Wort ‘Coon’ eine farbige Person bezeichnete.”

Die Ausstellung erzählt eine Geschichte von Enttäuschungen, getrennten Schulen, getrennten Waggons, getrennten Toiletten. Die tragische Geschichte zieht durch die Jahrzehnte bis hin zur Wahl des ersten Schwarzen Präsidenten Barack Obama.

Daniel Soutie, Kurator der Ausstellung: “Wir haben gerade 8 Jahre Präsidentschaft des ersten schwarzen Präsidenten erlebt. Barack Obama war meiner Ansicht nach ein großer Präsident, an den sich Geschichte erinnern wird, nicht nur weil er der erste afroamerikanische Präsident war, sondern wegen seiner Politik. Doch Obama selbst ist es nicht gelungen, die rassistische Mentalität vieler Amerikaner zu entschärfen.”

Die Ausstellung im Musée du quai Branly zeigt, wie schwarze Künstler versuchten, mit ihren Mitteln gegen die Diskriminierung zu kämpfen. Sie ist noch bis zum 15. Januar in Paris zu sehen.

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