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Räumung des "Dschungels": Mehr als 2300 Flüchtlinge verlassen Calais


Frankreich

Räumung des "Dschungels": Mehr als 2300 Flüchtlinge verlassen Calais

Am ersten Tag der Räumung des illegalen Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais haben mehr als 2300 Menschen das Camp verlassen. Das war mehr als ein Drittel der Bewohner. Die Auflösung des Lagers verlief entgegen den Erwartungen ruhig. Nur vor dem Registrierzentrum in der Nähe des Camps kam es vereinzelt zu Rangeleien zwischen den Wartenden. Die Flüchtlinge wurden nach der Regisitrierung mit Bussen zu den Aufnahmezentren gefahren, die über das ganze Land verteilt sind.

Bezüglich der unbegleiteten Minderjährigen erklärte Innenminister Cazeneuve, diese könnten nach Großbritannien reisen, wenn sie dort Angehörige hätten. Die britischen Behörden würden außerdem auch noch einmal die Anträge Minderjähriger prüfen, die zwar keine Angehörigen auf der Insel hätten aber deren größtes Ziel es sei, in Großbritannien zu leben.

Derzeit ungeklärt ist der künftige Verbleib von rund 1300 unbegleiteten Minderjährigen. Cazeneuve erklärte, Paris und London suchten nach einer Lösung für das Problem. Unklar ist derweil auch, ob die Räumung des Lagers in den kommenden Tagen weiter ruhig verläuft. Helfer warnen bereits vor einer Eskalation, da etliche Migranten das Lager nicht verlassen wollten.

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