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Calais: Der "Dschungel" geht in Flammen auf


Frankreich

Calais: Der "Dschungel" geht in Flammen auf

Die Räumung begann geordnet und friedlich, doch am Ende liegt beißender Rauch über dem Gelände: Im Flüchtlingslager von Calais haben sich mehrere Brände ausgebreitet und zwingen viele der letzten Bewohner dazu, zu gehen.

In den ersten zwei Tagen ließen sich gut 4000 Flüchtlinge und Migranten freiwillig in französische Aufnahmezentren verlegen. Am Mittwoch gingen einige Hundert weitere zum Registrierungszentrum am Rande des “Dschungels”.

“Heute ist wirklich der letzte Tag des Dschungels, ein wichtiger, starker Moment. Dieses Camp war Ort unglaublicher menschlicher Erfahrungen und Erlebnisse, mit all seinen verschiedenen Gemeinschaften”, sagte Präfektin Fabienne Bucco. “Aber wir schlagen jetzt ein neues Kapitel auf, und es ist ein positives Kapitel, weil diese Menschen in Frankreich willkommen geheißen werden und hier ein neues Leben beginnen können.”

Warum die Brände gelegt wurden, blieb unklar. Laut Bucco hätten einige Volksgruppen die Gewohnheit, provisorische Unterkünfte und Müll nach dem Verlassen zu verbrennen. Die Polizei soll mehrfach darum gebeten haben, das zu unterlassen. Andere Beobachter sprechen von Brandstiftungen aus Protest gegen die Räumung. Vier afghanische Flüchtlinge in Polizeigewahrsam genommen.

Einige der zuletzt über 6000 Bewohner des Dschungels wollen sich nach wie vor nicht in französische Lager verlegen lassen. Sie wollen weiter nach Großbritannien, um jeden Preis. Der Polizei, die neue Lager verhindern wollen, gehen sie deshalb aus dem Weg. Kritiker halten den Plan, das Entstehen provisorische Lager behördlich zu unterbinden für unrealistisch und fordern deshalb permanente Transitlager.

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