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Trump mit Oberwasser nach E-Mail-Wirbel - Clinton kritisiert FBI-Chef

Wenige Tage vor der US-Wahl wird die E-Mail-Affäre um Demokratin Hillary Clinton zum beherrschenden Thema.

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Trump mit Oberwasser nach E-Mail-Wirbel - Clinton kritisiert FBI-Chef

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Gut eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl wird die E-Mail-Affäre um Hillary Clinton zum beherrschenden Thema. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin kritisierte den Chef der Bundespolizei FBI, James Comey. Er hatte sich über eine jahrzehntelange Praxis hinweggesetzt, kurz vor Wahlen keine Informationen über laufende Untersuchungen zu veröffentlichen, die sich auf einen Kandidaten auswirken könnten.

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"Das Justizministerium versucht erbittert, Hillary Clinton zu schützen."

Donald Trump US-Präsidentschaftskandidat Republikaner

Der demokratische Vize-Präsidentschaftskandidat Tim Kaine pflichtete Clinton bei: “Dies ist ein beispielloser Vorgang, weil er kurz vor einer Wahl stattfindet und gegen das Protokoll des Justizministeriums verstößt. Er beinhaltet Gespräche über eine laufende Untersuchung, was auch gegen das Protokoll verstößt. Soweit uns bekannt ist, weiß Direktor Comey nichts über den Inhalt dieser E-Mails.”

Clinton forderte den FBI-Chef erneut auf, “alle Fakten” hinsichtlich der neuen E-Mails auf den Tisch zu legen und damit Klarheit zu schaffen. Der Republikaner Comey hatte in einem Brief an führende Kongressmitglieder erklärt, dass es offen sei, ob die E-Mails im Zusammenhang mit der Nutzung des privaten Servers überhaupt relevant seien.

Clintons republikanischer Konkurrent Donald Trump holte am Wochenende zu den bisher wohl massivsten Angriffen gegen seine Rivalin aus. Er bezeichnete die E-Mail-Affäre als noch umfangreicher als den Watergate-Skandal, der am Ende US-Präsident Richard Nixon zu Fall gebracht hatte: “Jetzt wird berichtet, dass das Justizministerium das FBI bekämpft. Das liegt daran, dass das Justizministerium so erbittert versucht, Hillary Clinton zu schützen. Das Ministerium versuchte nicht, unsere Generäle zu schützen. Es versuchte auch nicht, viele andere Leute zu beschützen.”

Trump führte Clintons Verhalten in der E-Mail-Affäre erneut als Beweis dafür an, dass sie nicht nur fahrlässig, sondern verlogen sei. Die Demokratin habe alles getan, um ihr kriminelles Verhalten zu vertuschen, sagte Trump bei mehreren Wahlkampfauftritten am Wochenende.