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Südkorea: Freundin der Präsidentin festgenommen


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Südkorea: Freundin der Präsidentin festgenommen

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In Südkorea ist eine Vertraute von Präsidentin Park Geun Hye nach Befragung durch die Staatsanwaltschaft in Polizeigewahrsam genommen worden. Der 60-jährigen Choi Soon Sil wird – ebenso übrigens wie der Präsidentin – Korruption, Vetternwirtschaft und unseriöser Umgang mit Spendengeldern vorgeworfen.

Während die Freundin der Präsidentin befragt wurde, fuhr ein psychisch offenbar labiler Mann mit einem Bulldozer auf die Stufen des Gerichtsgebäude. Er wurde festgenommen. Er habe seinen Unmut gegenüber der Frau ausdrücken wollen, hieß es.

Die langjährige Freundin der Präsidentin war freiwillig aus Europa nach Südkorea zurückgekehrt, um sich den Fragen der Staatsanwaltschaft zu stellen. Im September war sie nach Deutschland gereist, wo sie offenbar Immobilien besitzt. Am Montag kehrte sie nach Südkorea zurück. Sie soll weiter befragt werden.

In der Hauptstadt Seoul demonstrierten Tausende gegen die Präsidentin und forderten ihren Rücktritt.

Park wird vorgeworfen, Choi Einsicht in vertrauliche Regierungsdokumente und Mitsprache bei Personalentscheidungen ermöglicht zu haben, ohne dass die Freundin ein öffentliches Amt ausübte. Choi steht außerdem im Verdacht, ihre Beziehung zu Park genutzt zu haben, um Spendengelder für die Gründung zweier privater Stiftungen einzutreiben. 

Die Beziehungen der beiden Frauen reichen Jahrzehnte zurück. Choi ist die Tochter eines früheren Förderers der Präsidentin. Park hatte eingeräumt, während des Wahlkampfs und noch nach ihrem Amtsantritt 2013 die Hilfe Chois in Anspruch genommen zu haben.

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