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Marsch auf Rakka: Türkei warnt vor Folgen kurdischer Beteiligung

Die Türkei befürchtet nach einer erfolgreichen Einnahme der syrischen IS-Hochburg eine kurdische Vormachtstellung in der Stadt. Die Kooperation der USA mit den Kurden sei eine "Sackgasse".

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Marsch auf Rakka: Türkei warnt vor Folgen kurdischer Beteiligung

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Die von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben bei ihrem Vormarsch auf die IS-Hochburg Rakka mehrere Dörfer eingenommen. Das hat ein Sprecher des arabisch-kurdischen Militärbündnisses mitgeteilt.

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"Jeder Schritt, der bei der Eroberung von Rakka von nicht-arabischen Kräften unternommen wird, widerspricht der Zielsetzung der Vereinigten Staaten. Das ist eine Sackgasse."

Numan Kurtulmas Stellvertretender türkischer Ministerpräsident

Die Beteiligung kurdischer Einheiten an der Offensive sorgte am Montag für Kritik aus Ankara. Die Kooperation der USA mit den Kämpfern stehe dem Frieden in der Region entgegen, so der stellvertretende türkische Ministerpräsident Numan Kurtulmas: “Jeder Schritt, der bei der Eroberung von Rakka von nicht-arabischen Kräften unternommen wird, widerspricht der Zielsetzung der Vereinigten Staaten. Das ist eine Sackgasse, der falsche Weg.”

Ankara befürchtet, die Kurden könnten sich nach der Einnahme Rakkas dort eine Vormachtstellung erarbeiten. Das Bündnis hat angegeben, dass ausschließlich arabische Kräfte in die Stadt einmarschieren sollen.

Die Offensive “Zorn des Euphrat” auf Rakka hatte am Samstag begonnen. Die nordsyrische Stadt ist seit 2014 in der Hand der IS-Miliz und gilt als inoffizielle Hauptstadt der Dschihadisten in Syrien.