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Migranten in Serbien: zu Fuß zur EU-Grenze, aber nicht weiter


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Migranten in Serbien: zu Fuß zur EU-Grenze, aber nicht weiter

An der serbisch-kroatischen Grenze ist eine Gruppe Migranten angekommen, die Einlass in die Europäische Union erbittet. Die Behörden Kroatiens bleiben bisher hart.

Am Freitag war die Gruppe aus der serbischen Hauptstadt Belgrad aufgebrochen. Mit Bannern forderten sie die EU auf, ihre Grenze zu öffnen. Nach mehr als 100 Kilometern Fußmarsch sind sie inzwischen an der Grenze bei Sid angelangt, aber weiter ging es für die mehr als 100 Migranten vorerst nicht. Sie lieferten sich ein Katz- und Mausspiel mit serbischen und kroatischen Sicherheitskräften, die beide einen Grenzübertritt verhindern wollten.

Kroatien ist in der EU, aber bisher gehört es nicht dem Schengen-Raum an. Im März hat die Regierung aber beschlossen, ebenfalls die strengen Einreiseregeln der Schengen-Staaten anzuwenden. Das bedeutet, dass Reisenden ohne Pass und gültiges Visum die Einreise verweigert wird.

Mehr als 1.000 Flüchtlinge erreichen Italien

Eine andere Grenze ist dagegen weiter durchlässig: die EU-Außengrenze im Mittelmeer. Allein am Montag erreichten eineinhalbtausend Migranten die italienische Mittelmeerinsel Sizilien. Bei rund 80 der aufgenommenen Migranten soll es sich um Minderjährige handeln, viele davon sind ohne Eltern unterwegs. Mehrere Schiffe waren an den Rettungsaktionen vor der libyschen Küste beteiligt, darunter auch ein Handelsschiff.

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