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Erdbeben in Neuseeland: Helfer dringen in abgeschnittenes Gebiet vor


Neuseeland

Erdbeben in Neuseeland: Helfer dringen in abgeschnittenes Gebiet vor

Mehrere Tage lang war der Ort Kaikura an der Küste der Südinsel Neuseelands von der Außenwelt abgeschnitten. Auf dem Landweg war kein Durchkommen, nachdem ein starkes Erdbeben und darauffolgende Erdrutsche Neuseeland getroffen hatten. Im Ort gingen Lebensmittel und Benzin zur Neige. Nur mit Schiffen und Helikoptern konnten die Menschen versorgt werden. Inzwischen sind Helfer mit schweren Fahrzeugen an die Küste vorgedrungen. Sie haben Medikamente mitgebracht und Ingenieure, die sich um die Behebung der Schäden nach dem Beben kümmern.

Unterstützt werden sie dabei vom neuseeländischen Militär. “Wir werden an einigen Orten Essen, Wasser und Treibstoff zur Verfügung stellen, um die Nothelfer zu unterstützen”, so Captain Jeff Howell von den Streitkräften.

Touristen schätzen Kaikura für die Möglichkeit, Wale zu beobachten. Nach dem Beben saßen mehrere hundert Reisende dort fest. Manche wurden in Matratzenlager auf einem Marineschiff gebracht, andere mit Hubschraubern ausgeflogen.

Das Beben mit der Stärke von rund 7,5 hatte Neuseeland am Montag getroffen. Das Epizentrum lag auf der Südinsel nördlich von der Stadt Christchurch. Zwei Menschen kamen ums Leben; es hätten noch mehr sein können, wäre eine stärker besiedelte Region betroffen gewesen. Neuseelands Regierungschef John Key schätzt, dass die Schadenshöhe in die Milliarden geht.

Die Neuseeländer sind durch das Beben stärker zusammengerückt – im wortwörtlichen Sinn: Nach Angaben des Erdbeobachtungsdienstes GeoNet sind die beiden Inseln Neuseelands durch das Beben zwei Meter aufeinander zugewandert.

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