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Grünen-Kandidatin beantragt Nachzählung der US-Wahl in Wisconsin

Für ihre Initiative sammelte Jill Stein mehrere Millionen US-Dollar an Spenden ein.

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Grünen-Kandidatin beantragt Nachzählung der US-Wahl in Wisconsin

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Die ehemalige Präsidentschaftsbewerberin der amerikanischen Grünen, Jill Stein, hat im Bundesstaat Wisconsin offiziell eine Nachzählung der Stimmen für die US-Präsidentschaftswahl 2016 beantragt.

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"Wir tun dies für die amerikanische Öffentlichkeit."

George Martin Grünen-Sprecher Wisconsin

Die Wahlkommission von Wisconsin bestätigte, Vorbereitungen für die Nachzählung zu treffen, die bis 13. Dezember abgeschlossen sein muss.

Grünen-Sprecher George Martin erklärte in Milwaukee:“Wir machen das nicht zum Wohle des einen oder anderen Kandidaten. Wir tun dies für die amerikanische Öffentlichkeit, damit wir darauf vertrauen können, dass unsere Stimmen gezählt werden.”

Der Bundesstaat und seine zehn Wahlmänner-Stimmen waren völlig überraschend mit einem Vorsprung von rund 27.000 Stimmen an Donald Trump gegangen. Seine favorisierte Kontrahentin Hillary Clinton hatte in Bezirken, in denen Wahlautomaten benutzt wurden, deutlich schlechter abgeschnitten als in Wahllokalen mit Stimmzetteln. Laut Computer-Experten waren die in Wisconsin verwendeten Wahlautomaten anfällig für Hackerangriffe.

Stein strebt auch Nachzählungen in Pennsylvania und Michigan an. Nur wenn alle drei Staaten kippen würden, würde sich das Gesamtergebnis ändern. Experten geben der Initiative nicht allzuviele Chancen auf Erfolg. Stein hatte für die Einleitung der Nachzählung mehrere Millionen US-Dollar über Internetspenden von Sympathisanten eingesammelt.