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Frankreich: Vogelgrippe schränkt Foie-gras-Markt ein

Kurz vor der Weihnachtszeit sind in betroffenen Betrieben sind tausende Tiere verendet, tausende weitere werden gekeult.

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Frankreich: Vogelgrippe schränkt Foie-gras-Markt ein

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In Frankreich drohen dem landwirtschaftliche Sektor herbe Verluste aufgrund der Vogelgrippe. Besonders stark verbreitet sich das Virus derzeit im Südwesten. Laut den Behörden sind dort rund 2000 Zuchtenten wenige Tage nach der Infektion verendet. Tausende weitere Tiere in betroffenen Geflügelbetrieben werden nun vorsorglich gekeult.

“Es ist der sehr ansteckende und aggressive H5N8-Virus. Der einzige Weg, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, geografische Bewegungen der Tiere zu unterbinden”, so Jean-Michel Mougard, Präfekt des Département Tarn, in dem mehrere betroffene Betriebe liegen. Der Erreger-Stamm trat erstmals 2014 in Asien auf. Übertragungsfälle auf Menschen sind nicht bekannt.

Das Virus wird von Zugvögeln aber auch bei Tiertransporten verbreitet. In den vergangenen Tagen waren unter anderem im Nordwesten und im Osten erkrankte wildlebende Tiere gefunden worden. Zur Eindämmung halten viele Betriebe die Tiere derzeit nur in den Ställen.

Der Südwesten gehört zu den wichtigsten Produzenten für Foie Fras, zu deutsch Stopfleber, die in Frankreich traditionell gerade in den kommenden Wochen zur Weihnachtszeit beliebt ist. “Hier geht es jetzt um die Wiederbeschaffung. Darunter werden die Preise leiden. Im Moment wissen wir nicht, welche wirtschaftlichen Auswirkungen das haben wird”, so Frédéric Florenchie, ein betroffener Landwirt.

Die Einfuhrbeschränkungen anderer Länder zur Eindämmung haben zudem den Exportmarkt einbrechen lassen. Erst vor einem Jahr hatte es in Frankreich Vogelgrippe-Ausbrüche gegeben. Ohne die neuen Fälle wäre Frankreich dieses Wochenende wieder offiziell Vogelgrippe-frei gewesen. Frankreich ist einer der größten Geflügelexporteure Europas.