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Judo Grand Slam Tokio: Tirolerin Unterwurzacher holt Gold


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Judo Grand Slam Tokio: Tirolerin Unterwurzacher holt Gold

Österreichs Nationalhymne am Samstag beim letzten Turnier der Judosaison in Tokio. Kathrin Unterwurzacher holte sich Gold in der Klasse unter 63 Kilogramm – es ist der zweite Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Die Tirolerin entschied das Finale mit einer Yuko-Wertung für sich. Minei Miho konnte ihren Heimvorteil nicht nutzen. Gegen die Japanerin hatte Unterwurzacher schon im Vorjahr bei den European Open in Oberwart gewonnen.

„Natürlich war ich sehr motiviert, es in Japan gegen eine Japanerin zu schaffen. Ich war schon den ganzen Tag über relativ gut drauf und habe mich auf jeden Kampf richtig gefreut und vorbereitet. Zum Glück ist das aufgegangen und jetzt kann über eine Goldmedaille strahlen. Es ist eine Herausforderung, in Japan gegen eine Japanerin zu kämpfen. Das Publikum ist auf der anderen Seite. Aber ich hatte einen super österreichischen Fanclub dabei, der mich unterstützt hat. Und es war einfach nur toll, zu gewinnen und die Leute schreien zu hören. Mir hat es super gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Jahre.“, so die 24-Jährige nach ihrem Sieg in Tokio.

Eine Gewichtsklasse höher traten im Finale gleich zwei Japanerinnen vor heimischem Publikum gegeneinander an. Niizoe Saki kämpfte sich an die Spitze der Klasse bis 70 Kilogramm – in ihrem ersten Turnier überhaupt. Sie bezwang ihre Landsfrau und Titelverteidigerin Arai Chizuru. Kein besonders schönes Finale: Saki gewann lediglich durch einen Shido – also durch eine Verwarnung ihrer Gegnerin.

Bei den Männern hatte ein Münchener Chancen auf die Goldmedaille. Doch gegen den amtierenden Weltmeister hatte Dominic Ressel in der Klasse bis 81 Kilogramm keine Chance. Japans Nagase Takanori umklammerte den Deutschen mit dem Haltegriff tate-shiho-gatame. Nach 20 Sekunden in dieser Position wurde er zum Sieger erklärt.

Die Gastgeber also ganz klar überlegen. Das zeigte sich auch in der Klasse der Herren bis 73 Kilogramm. Obwohl Favorit Ono Shohei wegen einer Knöchelverletzung zu Hause bleiben musste, traten im Finale zwei Japaner auf die Judo-Matte. Hashimoto Soichi zeigte, dass er mehr als nur Onos Lückenbüßer ist und besiegte Doi Takeshi nach zwei Shido-Verwarnungen.

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