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François im Pech - das Wirtschaftserbe von Präsident Hollande


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François im Pech - das Wirtschaftserbe von Präsident Hollande

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Die Malaise des François Hollande begann schon im Jahr seines Amtsantritts als französischer Präsident im Jahr 2012: Frankreich am Beginn einer Rezession. Die Arbeitslosenzahlen steigen, Unternehmen bauen Stellen ab oder müssen ganze Standorte schließen.

Das Wirtschaftswachstum, das alle Probleme lösen soll, schwächelt. Vor allem die Arbeitslosenkurve will er umdrehen – “wenn ich das nicht schaffe”, verspricht er im Frühjahr 2014 Arbeitern bei Michelin, “gibt es keinen Grund, wieder zu kandidieren.”

“Da sehen Sie, wie die Arbeitslosigkeit runtergeht” – “Kommt auf den Standpunkt des Betrachters an”

Die Zahlen: Damals 9,3 Prozent (Mai 2012), heute 9,7 Prozent.

Und weiter ging es mit “François im Pech”. Trotz der höchsten Steuerbelastung in Europa (EU-Durchschnitt: 40% des BIP
Euro-Durchschnitt: 41,4% des BIP) mit 47,9 Prozent der WIrtschaftsleistung (BIP) und einer Steuererhöhungsrunde gleich zu Beginn der Amtszeit blieb das Staatsdefizit nach einer Verdopplung im Jahr 2009 (auf 7,2%) jahrelang chronisch über dem Maastricht-Zielwert von 3,0 Prozent des BIP. 2017 sollen es 2,7 Prozent werden – nach 10 Jahren, in denen sich die Wirklichkeit immer wieder nicht an die Ankündigungen hielt.

Und dann diese Streber nebenan in Deutschland, mit ihren geringeren Arbeitslosenquoten und Lohnstückkosten. Und mit spürbar stärkerer Wachstumsdynamik – zuletzt 1,7 Prozent jährlich (Q3, Eurostat) gegen 1,1 Prozent in Frankreich, drei Zehntel unter der Regierungsprognose.

Vergleichsweise hohe Steuersätze und ein starrer Arbeitsmarkt, mäkelt der Internationale Währungsfonds (IWF) unter der Franklreichkennerin Christine Lagarde – das seien die größten Hindernisse für mehr Wachstum.

«Ich habe kein Glück gehabt», hat Präsident Hollande mal gesagt. Da ging es um die Arbeitslosen.

“François Hollande, morgen früh”:

Sigrid Ulrich mit Reuters

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