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Mit der 360°-Kamera durch Bosnien-Herzegowina

Emma Beswick führt mit einer 360°-Kamera durch Sarajevo

Das ist Sarajevo, die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina.

Wenn wir in der geschäftigen Innenstadt bummeln, gehen wir an einer Moschee, einer Synagoge und einer Kathedrale vorbei: Es ist nicht schwer zu sehen, warum Sarajevo den Beinamen ‘Klein-Jerusalem’ trägt.

Sieht man jedoch genauer hin, entdeckt man dass die Stadt noch die Narben jenes Konfliktes trägt, der dieses multi-ethnische Land bis in seinen Kern erschütterte.

Die Löcher, die Sie in diesem Gebäudes sehen, stammen aus dem bitteren Bürgerkrieg, den das Land vor über 20 Jahren durchlebte.

Überquerung des Brücken-Markts in Sarajevo

Stadtzentrum

Folgt man der Bosna aus dem Zentrum von Sarajevo, sieht man Spuren einer anderen Katastrophe, die den Nordosten Bosnien-Herzegowinas vor kurzem heimgesucht hat.

Fahrt entlang der Bosna

Viele der Häuser, an denen wir vorbei fahren, tragen die Spuren des schlimmsten Hochwassers der vergangenen 120 Jahre.

Heute ist in Bosnien-Herzegowina ein schöner Tag, so dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass Doboj, die Stadt, die Sie hinter mir sehen, vor zwei Jahren vom Hochwasser zerstört wurde.

Der Fluss, den Sie am Horizont sehen, trat über seine Ufer, und einige Teile der Stadt standen sieben Meter unter Wasser.

Wie man auf Archivbildern erkennen können, ging Doboj 2014 in den Wassermassen, die durch starke Regenfälle verursacht wurden unter.

Doch dank einer gemeinsamen Initiative des Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Europäischen Union wurde die Stadt fast vollständig restauriert. Nur noch wenige Spuren erinnern an die Katastrophe.

Doboj Stadtzentrum

Das EU-Hochwasserschutzprogramm hat rund 133 öffentliche Einrichtungen sowie über 4.500 einzelne Wohnungen saniert.

“Vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren war es unmöglich, hier zu stehen, weil das Wasser in diesem Teil der Stadt 3,5 Meter hoch stand.

Ich erinnere mich sehr gut daran, weil ich mit einigen meiner Kollegen auf einem Rettungsboot unterwegs war, um das Wasser zu überqueren, aber der Strom war so schnell und stark, dass es unmöglich war, zu navigieren”, erinnert Siniša Ubiparipović vom UNDP-Büro Doboj.

Siniša erklärt, wie er sah, wie sich Mitarbeiter und Patienten dieser Poliklinik vor dem kommenden Hochwasser in Sicherheit brachten.

Inzwischen wurde die Poliklinik komplett renoviert.

Obren Petrović ist der Bürgermeister von Doboj.

Er steht zwischen Kindergarten und das Rathaus.

Beide Gebäude wurden von der EU und dem UNDP wiederhergestellt.

Petrović beschreibt, wie “Bosniens Seele” während der Katastrophe zum Vorschein kam, wie Bosniaken, Serben und Kroaten einander halfen.

Amir Bradarić ist ein Bauer, dessen Haus und Geschäft durch die Flut vollständig zerstört wurden.

“Vor der Flut habe ich hier Erdbeeren angebaut, aber alle Erdbeerpflanzen, die ich besaß, wurden vom Hochwasser zerstört.

Ich habe Soforthilfe aus dem EU-UNDP-Hochwasserschutzprogramm beantragt, und man bewilligte mir Erdbeer-Setzlinge.

Amir schließt mit den Worten: “Unser Staat ist ein gescheiterter Staat, wir müssen kämpfen, um zu überleben.”

Das ist bezeichnend für den Kampf, den er und seine Familie geführt haben, und die Hilfe, die EU und UNDP ihnen und vielen anderen Bosniern, die sich in der gleichen Lage befinden, Position zur Verfügung stellen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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