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Aleppo vor dem Fall


Syrien

Aleppo vor dem Fall

Die syrischen Regierungstruppen stehen kurz vor der vollständigen Einnahme des Ostteils von Aleppo. Die Rebellen kontrollieren nur noch etwa drei Prozent der der Stadt. Am Montagnachmittag zogen sie sich aus allen Gebieten östlich des Aleppoflusses zurück. Die Stellungen der Rebellen liegen unter anhaltendem Beschuss.

Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow befinden sich die amerikanisch-russischen Verhandlungen über eine Waffenstillstand in Aleppo in einer Sackgasse.

“In Anbetracht unserer bisherigen Erfahrungen, die zeigen, dass die Milizen jede Feuerpause nutzen, um sich zu regruppieren, ausländische Verstärkung zu erhalten und die friedliche Bevölkerung noch stärker zu terrorisieren, sagen wir: Lasst uns erst einmal festlegen, welche Korridore geschaffen werden. Darauf können wir uns mit den Amerikanern rasch einigen”, erklärte Lawrow.





In Genf setzten die USA und Russland ihre Gespräche über einen Waffenstillstand fort. US-Außenamtssprecher John Kirby kritisierte das russische Verhalten.

“Statt den US-Vorschlag einer unverzüglichen Einstellung der Kampfhandlungen zu akzeptieren, haben uns die Russen informiert, dass eine Feuereinstellung erst in einigen Tagen erfolgen kann, also der Angriff des Regimes und seiner Verbündeten auf Aleppo fortgesetzt werden kann, bis eine Übereinkunft erzielt worden ist. Angesichts der prekären Lage in Aleppo, der Berichte über Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur, war das einfach unannehmbar”, erklärte Kirby.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete am Montag, allein seit Sonntag seien rund 13.000 Zivilisten in die von der Regierung kontrollierten Gebiete geflohen. Der Fall der Stadt sei nur eine Frage der Zeit.

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