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"Brexit"-Wetterleuchten auf dem britischen Arbeitsmarkt


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"Brexit"-Wetterleuchten auf dem britischen Arbeitsmarkt

Großbritanniens Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent – 5 Punkte weniger als in der EU und der Grundlohn stieg in den drei Monaten bis Oktober so stark wie seit dem Sommer 2015 nicht.

Der Wermutstropfen:
Die Zahl der Menschen in Arbeit ist zurückgegangen, um 6.000 – zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr, so Zahlen des Nationalen Statistikamtes ONS. Das deutet auf eine geringere Dynamik des Arbeitsmarktes nach dem “Brexit”-Votum hin. Auch die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 16.000, da weniger Menschen Arbeit suchten.

“Der Arbeitsmarkt scheint in den letzten Monaten abgeflacht zu sein, während die Beschäftigungsquote hoch bleibt”, sagte ONS-Statistiker David Freeman. Viele rechnen bis zur Klarheit über die Bedingungen des EU-Austritts mit mehr Arbeitslosen, die Bank of England in zwei Jahren mit 5,6 Prozent.

BRAIN DRAIN”?

Viele Universitäten befürchten andererseits, abgekoppelt zu werden. Schon jetzt erschwere die Diskussionen über die Einwanderung das Werben um Forscher und Studenten aus dem Ausland. Forscher aus Großbritannien werden von Gemeinschaftsbewerbungen um EU-Finanzierungen ausgeschlossen.

Die Organisation “Scientists for EU” hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 400 Briefe von Wissenschaftlern erhalten, die die Auswirkungen des Brexit auf ihre Arbeit und ihr Leben beschreiben. Den Europäern, die bereits in Großbritannien leben, hat Premierministerin Theresa May noch keine Garantien gegeben, dass sie bleiben dürfen. Mit dieser Unsicherheit müssen 32.000 Europäer leben, sie machen 16 Prozent des akademischen Personals an den britischen Hochschulen aus.

In den vergangenen Jahren stammte mehr als ein Zehntel der Forschungsfinanzierung in Großbritannien von der EU, so das Technologie-Unternehmen “Digital Science”. Von 2007 bis 2013 erhielt Großbritannien 8,8 Milliarden Euro Forschungsinvestitionen von der EU.

su mit Reuters dpa

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