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Hackerangriffe: Ton zwischen Moskau und Washington wird schärfer


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Hackerangriffe: Ton zwischen Moskau und Washington wird schärfer

Die US-Regierung beschuldigt den russischen Präsidenten, hinter den Hackerangriffen auf die Demokratische Partei zu stehen. Das Eingreifen in den US-Wahlkampf werde Folgen haben, verlautete aus dem Weißen Haus.

Sprecher Josh Earnest beschuldigte Donald Trump, bewusst Nutzen aus den Cyber-Attacken gezogen zu haben. Er sagte,
“der neu gewählte Präsident überlegte nicht zwei Mal. Er rief Russland dazu auf, seinen Gegner auszuspionieren. In diesem Falle Hillary Clinton. Er hatte sicherlich eine sehr genaue Vorstellung davon, wer Opfer dieser Aktion werden würde.”

Trump zog seinerseits über den Sprecher des Weißen Hauses her und entgegenete auf Twitter:

“Wenn Russland oder wer auch immer den Hackerangriff durchgeführt hat, warum dauerte es dann so lange, bis das Weiße Haus reagiert? Warum haben sie sich erst nach der Niederlage Hillary Clintons beschwert?”

Allerdings hatte die Obama-Regierung Russland bereits einen Monat vor der Wahl beschuldigt, Mails der Demokratischen Partei und gezielt Hillary Clintons Team ausspioniert zu haben, um in den Wahlkampf einzugreifen.
Diese wurden dann der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt.

Am 9. Dezember schrieb die Washington Post, die CIA sei zum Schluss gekommen, dass die Cyberattacken Trump zum Sieg verhelfen sollten. Laut Zeitung führt die Spur zum Kreml.

Schon während des Wahlkampes gab die demokratische Präsidentschatskandidatin dem russischen Präsidenten direkt die Schuld.
Clinton meinte,
“Als Putin darauf angesprochen wurde, konnte er noch nicht mal die Energie aufbringen, die Angelegenheit abzustreiten. Er begrüßte sogar, dass Mails der Demokratischen Partei gehackt wurden. Unserem Geheimdienst zufolge steht natürlich Russland dahinter.”

Einige Wochen später erfolgte das Dementi aus Moskau:
“Dieser Angriff liegt nicht in Russlands Interesse. Diese Hysterie verfolgt nur den Zweck, die Aufmerksamkeit der Amerikaner von dem Inhalt der Mails abzulenken,” erklärte der Kreml-Chef.

Trump scheint mittlerweile einer der wenigen zu sein, die die Schuld nicht bei Putin sehen. Während des Wahlkampfs hatte er wiederholt dessen Führungsqualitäten gelobt und ankündigt, engere Beziehungen zu Russland aufbauen zu wollen.

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