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Mindestens neun Tote bei Spezialeinsätzen in Tschetschenien


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Mindestens neun Tote bei Spezialeinsätzen in Tschetschenien

Bei Einsätzen gegen unbekannte Bewaffnete in Tschetschenien sind mindestens neun Menschen getötet worden. Zunächst seien nach einem Angriff auf Polizisten in der Hauptstadt Grosny vier Bewaffnete erschossen worden, sagte der kremltreue Republikchef Ramsan Kadyrow. Die Behörden fahndeten nach weiteren Verdächtigen. Anschließend kam es zu neuen Schusswechseln am Stadtrand von Grosny. Dabei seinen mindestens vier Kämpfer getötet worden, meldete die Agentur Interfax. Zudem sei ein Polizist seinen Verletzungen erlegen.

Die Staatsagentur Tass brachte die Verdächtigen mit der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) in Verbindung. Details und unabhängige Bestätigungen lagen zunächst nicht vor.

Kadyrow regiert Tschetschenien im Unruhegebiet Nordkaukasus seit Jahren mit harter Hand. Menschenrechtler halten dem 40 Jahre alten Machthaber vor, Gegner in- und außerhalb Tschetscheniens brutal zu verfolgen. Kadyrow weist dies zurück. Im islamisch geprägten Nordkaukasus kommt es immer wieder zu Gefechten von unterschiedlichen Gruppen mit Sicherheitskräften. Die Behörden schätzen, dass sich mehr als 2000 russische Staatsbürger dem IS angeschlossen haben.

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